fbpx

Keramik Inlays

Home / Keramik Inlays

Einleitung

Immer mehr Patienten wünschen den Austausch ihrer alten Amalgamfüllungen mit einem biologisch unbedenklichen und langlebigen Material. Keramikinlays markieren in funktioneller und ästhetischer Hinsicht die Spitze der zur Verfügung stehenden Alternativen.

 

Keramik-Inlays

Was ist ein Inlay?

Inlays sind laborgefertigte oder computergefräste Einlagefüllungen, die im Seitenzahnbereich (Prämolaren und Molaren) zum Einsatz kommen. Nach Entfernung der alten, schadhaften Füllung oder der Karies wird ein Abdruck der Kavität (d.h. des ausgebohrten Defektes) genommen. Im Labor wird dann aus Gold oder Keramik ein Einsatz gefertigt, der die Kavität mit höchster Präzision ausfüllt und die ursprüngliche Zahnform wiederherstellt. Diese Einlagefüllung wird dann in der zweiten Sitzung in den Defekt eingeklebt (zementiert). Bei umfangreicheren Inlays, die auch die Zahnhöcker umfassen, spricht man von einem Onlay.

Goldinlays sind seit vielen Jahrzehnten erprobt und sehr dauerhaft, kommen aber aus ästhetischen Gründen heute seltener zur Anwendung.

Welche Vorteile haben Keramik-Inlays?

Keramikinlays sind metallfrei und daher lichtdurchlässig. Mit einem speziellen Adhäsiv-Verfahren werden Sie spaltfrei in den Zahn geklebt. Es entsteht ein chemischer Verbund zwischen Zahn und Keramik, der auch geschwächten Zähnen wieder die ursprüngliche Festigkeit verleiht. Der ästhetische Effekt ist wegen der hohen Transparenz ausgezeichet.

Keramik ist extrem biokompatibel, Allergien, wie z.B. auf bestimmte Metalle, sind nicht bekannt.

Keramikinlays sind langlebig. Das untenstehende Diagramm verdeutlicht die unterschiedliche Lebensdauer von Kunststoff-Füllungen (Komposit) und Keramik-Inlays.

Die Tabelle zeigt den Anteil der noch einwandfreien grossen Kunststoff-Füllungen (grün) und Keramik-Inlays (rot) in Abhängigkeit vom Alter der Rekonstruktion

Können alle Zähne mit Keramikinlays behandelt werden?

Prinzipiell können alle Seitenzähne (Molaren und Prämolaren) mit Porzellaninlays versorgt werden, während man bei Frontzähnen (Schneide- und Eckzähne) Kunststoff-Füllungen oder Keramik-Veneers einsetzt. Nur in den Fällen, wo der Defekt (Karies oder alte Füllung) tief unter das Zahnfleisch reicht oder die verbleibende Zahnsubstanz extrem schwach und brüchig ist (z.B. bei wurzelbehandelten Zähnen), ist eine Krone die dauerhaftere Alternative.

Was ist von computergefrästen Inlays (z.B. CEREC®) zu halten?

Statt der Abdrucknahme wird hier die Kavität mit einem Laser-Scanner vermessen und die Daten werden in eine computergesteuerte 3D-Fräsmaschine eingespeist. Diese fräst aus einem Keramikblock das Inlay, welches in der gleichen Sitzung eingesetzt werden kann.

In unserer Praxis bevorzugen wir die nach Abdruck im Labor hergestellten Inlays, da diese in den wichtigen Punkten Form (Randschluss), Funktion (Verzahnung mit Gegenbiss) und Farbe den Computerinlays immer noch überlegen sind.

Für die Cerec-Inlays spricht lediglich die Ersparnis der Laborkosten sowie die Möglichkeit, den Zahn in nur einer (allerdings sehr langen) Sitzung definitiv zu versorgen.

Ein Behandlungsfall aus unserer Praxis

inlay-fallbeispiel
Schritt für Schritt – Behandlung mit Keramik-Inlays
Bild 1
Drei schadhafte Amalgamfüllungen (1 Prämolar und 2 Molaren)
Bild 2
Durch Anlegen von Spanngummi (Kofferdam) über die Zähne werden diese komplett von der Mundhöhle isoliert. Nach schmerzloser Betäubung mit dem Peripress-Verfahren wird das Amalgam unter Wasserkühlung entfernt und komplett abgesaugt. Eine Belastung des Patienten mit Schwermetallabrieb und Quecksilber ist bei diesem Verfahren ausgeschlossen.
Bild 3
Da der Defekt beim Prämolaren nicht so tief ist, wird er mit einer zahnfarbenen Komposit-Füllung versorgt. Die beiden Molaren sind schon für die Aufnahme von Keramikinlays präpariert.
Bild 4
Die Abdrucknahme erfolgt hier mit einem kleinen, einseitigen Abdrucklöffel, ohne Abdeckung des Gaumens. Ober- und Unterkieferzähne werden gleichzeitig präzise abgeformt und die zusätzliche Bissnahme entfällt. Würge- oder Brechreiz tritt dabei im Gegensatz zu normalen Abdrucklöffeln nicht auf.
Bild 5
Die fertigen Keramikinlays vor dem Einsetzen.
Bild 6
Nach dem adhäsiven Einsetzen der Keramikinlays. Ästhetik, Funktion und Stabilität der behandelten Zähne sind dauerhaft wiederhergestellt.

Vor- und Nachteile von Keramik-Inlays:

  • gute Langzeithaltbarkeit
  • Stabilisierung von geschwächten Zahnes
  • optimale Bioverträglichkeit
  • relativ hoher Preis
  • zeitaufwendig, zwei Sitzungen erforderlich
  • problematisch bei unter das Zahnfleisch reichenden Defekten

Wie hoch sind die Kosten für ein Keramikinlay?

Für ein Keramik-Inlay müssen Sie mit Kosten in Höhe von SFR 1500,- bis 1600,- rechnen.

Wollen Sie die SFR-Preise (Schweizer Franken) in EURO umrechnen? Benutzen Sie den Online-Währungsrechner.