Die höhere Sterberate ist Folge eines Anstiegs kardiovaskulärer Komplikationen sowie eines vermehrt auftretenden Nierenversagens. Eine Studie von Wissenschaftern des National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases in Phoenix (W.C. Knowler et al.) schloss 549 Teilnehmer mit Typ 2-Diabetes im Alter von über 45 Jahren ein. Zu Beginn der Untersuchung erfassten die Wissenschafter den parodontalen Zustand, den Verlust an Alveolarknochen und die Rate der bereits fehlenden Zähne. Rund 60% der Studienteilnehmer litten zum Zeitpunkt dieser Untersuchung unter starken parodontalen Problemen. Am Ende eines zehnjährigen Follow-ups waren 172 der 549 Studienteilnehmer an einer natürlichen Todesursache verstorben. Die Forscher errechneten für Studienteilnehmer mit schweren parodontalen Erkrankungen eine Sterberate von jährlich 42 pro 1.000 Menschen. Die Rate für Teilnehmer mit guter Oralgesundheit lag hingegen lediglich bei 26,6 pro 1.000 Menschen und Jahr. Nach Abgleich mit weiteren Faktoren wie Übergewicht, Cholesterin, Alter und Geschlecht bilanzierten die Forscher für Diabetiker mit schwerer Parodontitis ein doppelt so hohes Risiko an KHK (koronare Herzkrankheit) oder Nierenversagen zu sterben, wie für oralgesunde Diabetiker. Diabetes-Patienten sollten daher künftig noch intensiver auf die Bedeutung ihrer Mundgesundheit und die Wichtigkeit einer optimalen Mundhygiene hingewiesen werden, so die Wissenschafter.