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Kinderzahnmedizin in Luzern

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Warum Kinderzahnmedizin?

 

 Dr. Kamila Iwanski: Unsere Expertin für Kinderzähne

Dr. Kamila Iwanski: Unsere Expertin für Kinderzähne

So wie Kinder seit jeher ihren eigenen Arzt – den Kinderarzt – haben, gibt es heute auch im Bereich der Zahnmedizin Experten für Kinderzähne: die Kinderzahnärzte.

Denn ein Milchzahn ist nicht einfach nur die kleine Kopie eines Erwachsenenzahnes. Die Erhaltung der Milchzähne ist für die korrekte Entwicklung des Erwachsenengebisses extrem wichtig, ihre falsche Behandlung oder ihr vorzeitiger Verlust kann zu Zahn- und Kieferproblemen führen, die lebenslange Folgen haben oder später nur mühsam und aufwändig korrigiert werden können.

Ausserdem haben unsere kleinen Patienten ihre ganz speziellen Ansprüche: Ihre Ängste wollen ernst genommen werden, die Behandlung erfordert ein kindgerechtes Ambiente und ganz andere Methoden als bei Erwachsenen. Vor allem braucht es aber eine Menge Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen, um das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Viele Erwachsene leiden zeitlebens unter Zahnarzt-Angst (Dentophobie), weil sie als Kind von einem verständnislosen und unsensiblen Zahnarzt traumatisiert wurden. Das gilt es zu verhindern!

Aus diesem Grund sind wir froh, unser Kompetenz-Team durch eine erfahrene Zahnärztin mit einer abgeschlossenen Ausbildung in Kinderzahnmedizin abrunden zu können.

Beim Bau unserer neuen Praxisräume hatten wir das Ziel, ein kindgerechtes Ambiente mit einem eigenen Warte- und Behandlungszimmer nur für unsere kleinen Patienten zu realisieren.

Video: Kinderzahnmedizin bei Zahnarzt Team Luzern 

 

Unsere Kinder-Zahnärztin

Dr. med. dent. Kamila Iwanski

kamila

ist eine erfahrene Zahnärztin, die für Kinderzahnmedizin zertifiziert ist. Nach ihrer Ausbildung an der Universität Hamburg  hat sie acht Jahre  in führenden kinderzahnärztlichen Praxen in Deutschland und England  mitgearbeitet und das „Curriculum Kinderzahnmedizin“ erfolgreich abgelegt. Frau Dr. Iwanski liebt die Arbeit mit Kindern und hat viel Geduld und Einfühlungsvermögen auch mit etwas schwierigeren oder ängstlichen kleinen Patienten. Ihr Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und die Behandlung zu einem positiven Erlebnis zu machen.

Was Eltern uns schreiben (Erfahrungsberichte)

An dieser Stelle veröffentlichen wir Zuschriften, die wir von den Eltern unserer kleinen Patienten erhalten haben. 

Seit ihrem ersten Besuch bei Dr.Iwanski ist unsere 3-jährige Tochter so begeistert, dass sie Zahnärztin werden möchte. Dr.Iwanski findet sofort den richtigen Draht mit dem Kind und verfügt über das nötige Einfühlungsvermögen und Geduld. Sehr zu empfehlen!

Klicken Sie bitte  links auf die Namen für weitere Erfahrungsbrichte

In dieser Praxis wird auf die Belange des Kindes eingegangen! Frau Dr.Iwanski und Frau Joseph haben sich sehr viel Zeit für meine Tochter genommen, ihr alles erklärt und geduldig vorgeführt, damit sie keine Ängste entwickelt. Sie kümmerten sich super um die „Angspatientin“ und wir konnten die Behandlung erfolgreich durchführen. Meine Tochter und ich verliessen die Praxis zufrieden und stolz! Herzlichen Dank.

Meine Tochter Alessa hatte vor einem 3/4 Jahr einen schweren Zahnunfall. Von Anfang an fühlte sich meine Tochter in der Praxis wohl und hat Dank Frau Dr. Iwanski sehr gut mitgemacht. Ich kann die Praxis nur weiterempfehlen. Wir sind mehr als zufrieden, vielen herzlichen Dank!

Frau Dr.Iwanski ging bei den jährlichen Kontrollbesuchen jeweils sehr liebevoll auf unsere beiden Mädchen ein und konnte ihnen problemlos die Furcht nehmen, indem sie lustig gesprochen hat und mit ihrer angenehmen Art so ganz nebenbei die Zähne kontrollieren konnte. Die anschliessende Belohnung (Spielzeug) für die Mädchen rundete den Besuch glanzvoll ab. Wir sind einfach rundum zufrieden und empfehlen allen Eltern einen Besuch bei Frau Dr.Iwanski

Die Kinderzahnärztin ist sehr einfühlsam und geht super auf das Kind ein. Jeder Schritt wird vorgängig angekündigt und beschrieben. Die Betreuung ist hervorragend. Das Kind wird während der Behandlung durch einen lustigen Film abgelenkt. Und ganz wichtig: Warte- und Behandlungszimmer sind auf Kinder abgestimmt.

Unsere Tochter Calista hatte schlechte Erfahrung bei einem anderen Zahnarzt gemacht, aber bei Frau Dr. Iwanski hat sie sofort Vertrauen gefasst und super mitgemacht. Ich empfehle sie jeder Familie mit Kindern. Das ganze Team ist sehr geduldig und geht auf die Patienten ein.Es ist eine angenehme und entspannte Stimmung, die einen vergessen lässt, wo man ist. Auch Calista ging es so und sie wird wiederkommen.

Sehr nett und speziell auf Kinder ausgerichtet. Meine Tochter fand es auch toll und wird gerne ohne Angst wiederkommen.

Die Kinderzahnärztin erklärte und zeigte meiner Tochter am Krokodil, was sie bei ihr machen möchte. Verständnisvoll ging sie auf sie ein. Mir als Mutter wurde der Ablauf erläutert und meine Fragen einfach und klar beantwortet. Das Flicken der Löcher ging schmerzlos und schnell über die Bühne, so ganz anders als ich es kenne. Die Ermutigungen, das Lob und der Trickfilm machte alles noch einfacher. Das „Gschänkli“ nachher erfreute sie. Der Zahnarztbesuch ist für meine Kinder jetzt ein freudiges Ereignis.

Unser Severin wurde liebevoll empfangen und mit der Einleitung / Erklärung mit dem Krokodil konnten Ängste abgebaut werden. Wir haben eine informative Broschüre und empfehlungen erhalten. Besten Dank. Wir freuen uns auf den nächsten Zahnarztbesuch.

Der erste Zahnarztbesuch von unserem Sohn Fabio verlief ohne Probleme, da wir herzlich empfangen wurden und die Praxis sehr kinderfreundlich eingerichtet ist. Frau Dr. Iwanski hat mir ihrer herzlichen Art den Untersuch problemlos durchführen können.

Meine Tochter musste einen Zahn ziehen. Ich hätte nie gedacht, dass alles so entspannt ablaufen würde. Meine Tochter war total entspannt und hatte keine Schmerzen. Vielen Dank an die super tolle Zahnärztin, die wahnsinning einfühlsam und freundlich war. Danke auch an die tolle Assistentin.

Der erste Termin beim Kinderzahnarzt

Der erste TerminDer erste Termin soll es dem Kind ermöglichen, unsere Kinder-Zahnärztin und unsere Praxis kennenzulernen und Vertrauen in diese neue Umgebung aufzubauen.

Damit dieser erste Eindruck positiv ausfällt, haben wir uns bemüht, für unsere kleinen Patienten ein kindgerechtes Ambiente zu schaffen und es spielerisch an die zahnärztliche Behandlung heranzuführen.

Mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten möchten wir erreichen, dass das Kind sich gerne an diesen ersten Kontakt mit dem Kinderzahnarzt erinnert und gerne wiederkommt.

Dabei sollte möglichst beim ersten Termin keine eigentliche Behandlung stattfinden. Der Kinderzahnarzt hat aber die Gelegenheit, seinen kleinen Patienten kennenzulernen und den Behandlungsbedarf einzuschätzen. 

Bei der Planung der anstehenden Behandlung kann der Kinderzahnarzt mit den Eltern besprechen, ob bei einem ängstlichen Kind vielleicht eine Anwendung von Beruhigungsmitteln (Sedierung) oder Lachgas sinnvoll ist. Wenn abzusehen ist, dass das Kind die Behandlung total verweigert, kann diese auch in Vollnarkose durchgeführt werden.abschätzen, wie es mit der Behandlungsbereitschaft des Kindes aussieht.

Der Untersuch zeigt auch, ob eventuell eine Fehlernährung des Kindes zu Zahnschäden geführt hat und eine Ernährungsberatung der Eltern erforderlich ist. Zum Erlernen der richtigen Technik beim Zähneputzen kann die Kinder-Prophylaxe hilfreich sein.

Bei Zahn- oder Kieferfehlstellungen kann eine kieferorthopädische Behandlung (Zahnspange) notwendig sein.

Bitte laden Sie den Anmeldebogen für Kinder herunter und bringen Sie ihn ausgefüllt zum ersten Termin mit.

Der erste Termin beim Zahnarztteam Luzern

Diagnose

Diagnose: Dem Lochfrass auf der Spur – Moderne Kariesdiagnostik bei Kindern

Kariesdiagnostik
Fortgeschrittene Milchzahnkaries bei 3-jährigem Kind durch Trinken zuckerhaltiger Getränke aus der Nuckelflasche (Schoppen)

Leider fallen auch heute noch viel zu viele Milchzähne der Karies zum Opfer. Der Erhalt der Milchzähne ist aber entscheidend für eine ungestörte Entwicklung der bleibenden Zähne. Deshalb ist es wichtig, Karies-Schäden am Milchzahn frühzeitig zu erkennen, solange sie noch klein sind und den Nerv (Pulpa) noch nicht erfasst haben. Denn wenn das Loch im Zahn weh tut, ist es oft schon zu spät für eine Füllung. Neben der üblichen Sichtprüfung der Milchzähne mit Spiegel und Sonde wenden wir folgende Verfahren zur Kariesdiagnostik an:

  • Röntgen
  • Laser-Diagnostik
  • Transillumination
  • Bestimmung des Kariesrisikos



Röntgen

Kariesdiagnostik


Nachweislich werden bis zu 70% aller Kariesschäden an Milchzähnen erst durch eine Röntgenaufnahme im Frühstadium entdeckt. Die in unserer Praxis eingesetzten modernen digitalen Röntgengeräte haben eine sehr geringe Strahlenbelastung und eignen sich deshalb gut für Kinder.

Wann ist Röntgen bei Kindern empfehlenswert?

  • Bei neuen Patienten kann in manchen Fällen eine Panorama-Übersichtsaufnahme (OPT) ratsam sein, um sich ein Bild von der Zahnentwicklung zu machen und Entwicklungsstörungen auszuschliessen.
  • Bei kariesanfälligen Kindern: zweimal jährlich Detailaufnahmen (Bissflügel) zur Kontrolle
  • Ab dem 3. Lebensjahr: einmal jährlich Kontrolle der Zahnzwischenräume mit einer kleinen Bissflügel-Aufnahme

Laser-Kariesdetektor (Diagnodent)

Kariesdiagnostik

Dieses neue nicht invasive Verfahren basiert auf einem Laserstrahl, dessen Reflektion im Zahn von einem elektronischen Sensor gemessen und ausgewertet wird. Wissenschaftliche Studien bescheinigen dem Diagnodent-Kariesdetektor eine hohe Trefferquote beim Aufspüren von versteckter Karies.

Trans-Illumination

Kariesdiagnostik

Bei diesem Verfahren wird der Zahn mit einer starken Lichtquelle durchleuchtet. Befindet sich eine Karies im Zahnzwischenraum, verändert sich an dieser Stelle die Lichtbrechung und es erscheint ein dunkler Fleck.

Bestimmung des Kariesrisikos

Das Kariesrisiko des Kindes hängt von einigen Faktoren ab:

  • Ernährungsgewohnheiten (v.a. zucker- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel)
  • Putzverhalten (wie sorgfältig und wie oft)
  • Beschaffenheit und Zusammensetzung des Speichels
  • Bakterielle Aktivität im Mund
  • Oberflächenstruktur der Zähne (Qualität des Zahnschmelzes, Tiefe der Schmelzfurchen und -grübchen)
  • Fluoridanwendung

In manchen Fällen können spezielle Speicheluntersuchungen Aufschluss über das individuelle Karies-Risiko geben.

Wie wir Kinder behandeln

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Unser wichtigstes Ziel ist es, dass unsere kleinen Patienten angst- und schmerzfrei behandelt werden können, um eine Traumatisierung zu verhindern.

Dazu braucht es, neben einer kindgerechten Umgebung, besonders viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Gleichzeitig versuchen wir, die Kinder z.B. mit geeignetem Spielzeug und lustigen Videofilmen vom eigentlichen Geschehen abzulenken.

Wir benutzen auch spezielle Begriffe, um den Kindern Dinge zu erklären, ohne ihnen Schrecken einzujagen:

Der Zahn bekommt nicht etwa eine „Spritze“ sondern „Schlafwasser“, schläft dann ein, und wird nicht vom „Bohrer“, sondern von der „Zahndusche“ wieder sauber und weiss gemacht, usw.

Kinder-Behandlung

Wir bitten die Eltern, uns zu unterstützen, indem sie zu Hause nicht mit angsterregenden Begriffen über den Zahnarzt reden.

Um das Vertrauen der Kinder nicht zu enttäuschen, muss sichergestellt sein, dass die Zahnbehandlung sanft und schmerzfrei durchgeführt wird. Vor der örtlichen Betäubung trägt der Kinderzahnarzt beispielsweise einen angenehm schmeckenden Betäubungs-Gel auf die Schleimhaut auf, der einen schmerzlosen Einstich ermöglicht.

Unsere erfahrene Kinderzahnärztin kann meist bereits nach der ersten Sitzung einschätzen, ob das Kind „normal“ behandelt werden kann, oder ob eine eingeschränkte Behandlungsbereitschaft besteht.

Für ängstliche Kinder bieten wir spezielle Behandlungsmethoden an:

  • Behandlung mit Lachgas und Beruhigungsmitteln
  • Behandlung in Vollnarkose

Es geht bei der Anwendung dieser Methoden einerseits darum, eine stressfreie Behandlung auch besonders ängstlicher Kinder zu ermöglichen. Gleichzeitig kann der Kinderzahnarzt beim ruhig gestellten Kind auch viel sorgfältiger arbeiten, als wenn der kleine Patient sich ständig bewegt, den Mund schliesst oder schluckt.

Lachgas – Zauberluft für die Kleinen

Behandlung mit Lachgas


Lachgas wurde vor über 150 Jahren von einem amerikanischen Zahnarzt „entdeckt“ und wird seitdem in der Medizin in grossem Stil zu Sedierung (Beruhigung) eingesetzt. Lachgas gilt heute als das sicherste Beruhigungsmittel in der Zahnmedizin, gefährliche Zwischenfälle oder Komplikationen sind bei korrekter Anwendung praktisch ausgeschlossen.

Das Kind bekommt eine kleine Nasenmaske und atmet eine Mischung von Lachgas und Sauerstoff, die vom Kinderzahnarzt eingestellt werden kann. Bereits nach wenigen Atemzügen beginnt die Wirkung:

  • Ein beruhigendes Geborgenheitsgefühl breitet sich aus
  • Das Behandlungsgeschehen scheint ganz weit weg zu sein
  • Kleine Schmerzen, z.B. bei der Betäubungsspritze, werden gar nicht mehr wahrgenommen
  • Abwehr- und Schluckreflexe sind deutlich herabgesetzt

Dabei bleibt das Kind stets wach, schläft also nicht während der Behandlung, erlebt diese aber unter positiven Vorzeichen. Am Ende der Sitzung bekommt der Patient noch für ein paar Minuten reinen Sauerstoff, das Lachgas wird abgeatmet und verbleibt nicht im Körper. Bereits nach wenigen Minuten ist das Kind wieder „ganz normal“. Das ist ein grosser Vorteil gegenüber anderen Beruhigungsmitteln, die stundenlang nachwirken und besondere Vorsichtsmassnahmen erfordern.

Lachgas – nicht für alle Kinder geeignet!

Leider gibt es bei der Anwendung von Lachgas bei Kindern einige Einschränkungen. Es ist eine gewisse Reife und Einsicht des Kindes vonnöten, damit die Behandlung erfolgreich verläuft. Generell eignet sich Lachgas nicht für Kinder, die

  • nicht bewusst über einen längeren Zeitraum mit der Nase atmen können (etwa ab 5-6 Jahren)
  • keine Einsicht in die Notwendigkeit der Behandlung mitbringen oder diese sogar verweigern

Ausführliche Informationen über Lachgas erhalten Sie hier


Behandlung mit Beruhigungsmitteln

Bei kleinen ängstlichen Kindern, die für eine Lachgas-Behandlung noch nicht in Frage kommen, kann eine Anwendung von Beruhigungsmitteln sinnvoll sein. Diese Sedierungs-Medikamente können als Saft, Zäpfchen oder Nasenspray verabreicht werden. Die Wirkung setzt nach etwa 15 Minuten ein: Das Kind wird schläfrig und nimmt die Reize aus der Umgebung nicht mehr so bewusst war. Nachteilig ist, dass die verwendeten Beruhigungsmittel über die eigentliche Behandlungszeit hinaus mehrere Stunden nachwirken und die Kinder in diesem Zeitraum von den Eltern unter Kontrolle gehalten werden müssen.

Allerdings gibt es nicht wenige Kinder, die auch unter hohen Dosen von Sedierungsmitteln die zahnärztliche Behandlung verweigern. Für diese „Totalverweigerer“ kommt nur eine Narkosebehandlung in Frage.

 

Vollnarkose – Schlafe süss

Bei sehr kleinen und besonders ängstlichen Kindern, die (noch) keine Einsicht in die Notwendigkeit einer Zahnbehandlung haben, gibt es meist keine Alternative zur Sanierung in Vollnarkose.

Zahnarzt Team Luzern arbeitet seit Jahren mit den erfahrenen Narkoseärzten von narkose.ch zusammen. Diese Anästhesisten wenden moderne und sehr sichere Narkose-Verfahren an. Dadurch kommt es praktisch nicht mehr zu der früher häufigen Übelkeit nach dem Eingriff und Ihr Kind ist bereits wenige Minuten nach der Behandlung wieder „topfit“. Unter Narkose ist es auch möglich, ein komplettes Milchgebiss in einer Sitzung zu sanieren, was z.B. bei weiterer Anreise ein Vorteil sein kann.

Ausführliche Informationen über Vollnarkose erhalten Sie hier

Wie wir (Milch)Zähne behandeln

Zähne versiegeln

Zahnversiegelung

Die Karies setzt sich gerne in den Fissuren der Zähne fest, das sind die tiefen Furchen und Grübchen auf der Kaufläche. Man spricht dann auch von Fissurenkaries.

Um diesem Problem vorzubeugen, kann man die Fissuren der Zähne mit einem dünnflüssigen Kunststoff versiegeln, der mit einem speziellen Licht ausgehärtet wird.

Wenn sich auf der Kaufläche bereits Karies gebildet hat, kommt die erweiterte Fissurenversiegelung zu Anwendung: Die Karies wird schonend mit dem Bohrer entfernt, der Defekt gefüllt und die Kaufläche gleichzeitig versiegelt.

Die Zahnversiegelung wird heute aber nicht mehr „flächendeckend“ für alle Zähne empfohlen. Wenn ein Kind besonders anfällig für Karies ist, oder aber besonders tiefe, schlecht zu putzende Fissuren in den Zähnen hat, ist die Versiegelung der Zähne eine empfehlenswerte Vorbeugung gegen Karies. Man kann übrigens sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne versiegeln. Allerdings schützt eine Versiegelung den Zahn nur im Bereich der Kaufläche, denn den ebenfalls kariesgefährdeten Zahnzwischenraum kann man nicht versiegeln.

Zahn versiegelt

links: versiegelter Zahn / rechts: Fissurenkaries

Füllungen

Milchzähne und bleibende Zähne sind hauptsächlich von drei Karies-Arten bedroht:

  • Kauflächenkaries (Fissuren-Karies) in den tiefen Furchen und Grübchen (Fissuren) der Kaufläche
  • Zahn-Zwischenraum-Karies (Approximalkaries) im schlecht zugänglichen Zahnzwischenraum (Approximalraum)
  • Glattflächenkaries an den vorderen und hinteren glatten Zahnwänden tritt bei Kindern meist als Folge von Ernährungsfehlern auf, z.B. Süssgetränke im Trinkfläschchen (Schoppen), die Zucker enthalten.

Milchzähne werden heute wie die bleibenden Zähne ausschliesslich mit zahnfarbenen (weissen) Materialien gefüllt, die bei korrekter Anwendung dauerhaft halten. Das ist auch nötig, wenn man bedenkt, dass die letzten Milchzähne oft erst mit 13 Jahren ausfallen.

Als Füllungsmaterialien kommen zur Anwendung:

  • Komposit-Füllungen: Der hochwertige Kunststoff, der auch für bleibende Zähne verwendet wird, leistet auch bei Milchzähnen gute Dienste. Komposit ist belastungsfähig, langlebig und auch für grosse Defekte geeignet.
  • Kompomer-Füllungen: Kompomere sind mechanisch weniger stabil als Composite und finden hauptsächlich bei kleineren Milchzahn-Füllungen Anwendung.
  • Glasionomer-Zement-Füllungen: Die Glasionomer-Zemente zeichnen sich durch ihre einfache Verarbeitung aus. In punkto Lebensdauer können sie mit Kompomer und Komposit aber nicht mithalten. Die Anwendung beschränkt sich daher auf provisorische Füllungen sowie auf
    Milchzähne, die nicht mehr allzu lange im Mund des Kindes verbleiben.

Milchzahn-Kronen

Milchzahnkronen

Da vorzeitiger Milchzahnverlust Störungen bei der Entwicklung des bleibenden Gebisses zur Folge haben kann (Platzmangel), ist die Erhaltung der Milchzähne von grosser Bedeutung.

Milchzahnkronen kommen dann zum Einsatz, wenn die Milchmolaren (Backenzähne oder Stockzähne) von der Karies bereits so stark geschädigt sind, dass eine normale Füllung nicht mehr in Frage kommt. Kronen schützen die Zähne vor Karies und stabilisieren sie mechanisch.

Dank der Überkronung können die als Platzhalter für die bleibenden Zähne bedeutsamen Milchmolaren meistens noch viele Jahre erhalten bleiben.

Wann sind Milchzahnkronen angezeigt:

  • Bei fortgeschrittener Karies, wenn eine Füllung nicht mehr möglich ist.
  • Bei wurzelbehandelten Milchbackenzähnen (Stockzähne)
  • Bei Schmelzdefekten (Schmelz-Missbildung), um den Zahn vor Karies zu schützen.
Milchzahnkronen

Stahlkronen sind besonders haltbar und kommen im hinteren Bereich auf den Milch-Stockzähnen (Milch-Molaren) zur Anwendung. Die Metall-Farbe stört die Kinder eigentlich nie – im Gegenteil, viele Kids finden das sogar „cool“.

Milchzahnkronen

Weisse Kronen sind mit Kunststoff beschichtete Stahlkronen oder bestehen ganz aus Kunststoff. Sie sind eher für die vorderen Zähne (Schneidezähne) geeignet und garantieren ein metallfreies Lächeln


Wurzelbehandlung bei Milchzähnen

Wurzelbehandlung

Eine Nervbehandlung oder Wurzelbehandlung ist immer dann erforderlich, wenn der Zahnnerv (Pulpa) entzündet oder abgestorben ist. Da die Karies im relativ weichen Milchzahn rasch voranschreitet, ist bald der Nerv erreicht, was sich meist in Schmerzen bemerkbar macht.

Oft bildet sich am Zahnfleischrand auch eine schmerzlose Fistel aus, die wie ein kleines Bläschen aussieht, aus der etwas Eiter austreten kann.

Leider werden auch heute noch viele Milchzähne wegen Kariesbefall oder Fisteln leichtfertig gezogen, die mit einer Nervbehandlung ohne weiteres gerettet werden könnten.

Eine Milchzahn-Wurzelbehandlung kommt zur Anwendung, wenn

  • Eine tiefe Karies bis zum Nerv (Pulpa) vorgedrungen ist.
  • Der Zahn durch einen Unfall abgestorben ist

Bei der Wurzelbehandlung wird – natürlich unter Betäubung – der gesamte kranke Zahnnerv (Pulpa) entfernt, die Wurzel-Kanäle werden erweitert, gereinigt und mit einem speziellen Zement gefüllt.

Wenn die Karies zwar schon den Nerv erreicht hat, dieser aber noch gesund ist (keine Entzündung, kein Schmerz) reicht es bei Milchzähnen meistens aus, wenn man nur den oberen Anteil des Zahnnerven (Kronenpulpa) entfernt. Der verbleibende Nerv in den Wurzeln wird mit einem Medikament abgedeckt und bleibt vital, wird also nicht abgetötet. Dieses Verfahren nennt man Pulpotomie.

Milch-Molaren (Stockzähne) werden nach einer Wurzelbehandlung möglichst mit einer Milchzahn-Krone versorgt und geschützt, damit sie nicht abbrechen.
Weitere Informationen zur Wurzelbehandlung

Platzhalter

Platzhalter
Festsitzender Platzhalter

Trotz aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten können leider nicht alle von der Karies zerstörten Milchzähne gerettet werden. Wenn ein Milchzahn vorzeitig verloren geht, führt das oft zu Zahnverschiebungen und Platzmangel beim Zahnwechsel. Die Folge können Zahnfehlstellungen im bleibenden Gebiss sein, die eine aufwändige Korrektur mit einer Zahnspange benötigen.

Um dies zu verhindern, ist es in vielen Fällen sinnvoll, einen extrahierten (gezogenen) Milchzahn mit einem Platzhalter zu ersetzen. Dieser Platzhalter nimmt die Funktion des verlorengegangenen Zahnes wahr und hält den Platz für den bleibenden Zahn frei. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich die Lücke verengt und ein reibungsloser Zahnwechsel ermöglicht.

Platzhalter können festsitzend sein (am benachbarten Zahn befestigt) oder herausnehmbar nach Art einer Zahnspange. Unsere Kinder-Zahnärztin berät Sie gerne, welcher Platzhalter für Ihr Kind geeignet ist.

Kieferorthopädie

Während die meisten kieferorthopädischen Behandlungen mit Zahnspangen heute erst im späten Wechselgebiss, etwa ab dem 12. Lebensjahr, durchgeführt werden, gibt es gewisse, besonders gravierende Zahn- und Kieferfehlstellungen, die schon im Kleinkindesalter erkannt und behandelt werden müssen.

Offener Biss
Offener Biss

Verkehrter Überbiss
Verkehrter Überbiss (Progenie)
Seitlicher Kreuzbiss
Seitlicher Kreuzbiss

Quelle: Verband Österreichischer Kieferorthopäden (VÖK)

Diese Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern können teilweise angeboren sein, nicht selten sind sie aber auch die Folge schädlicher Gewohnheiten (Habits). Es sieht zwar niedlich aus, wenn die Kleinen am Daumen lutschen, kann aber zu schweren Entwicklungsstörungen an Zähnen und Kiefern führen, wie z.B. offener Biss, Kreuzbiss, vorstehende Zähne, schmaler Kiefer. Neben dem Nuckeln am Daumen gibt es auch andere schädliche Angewohnheiten, wie z.B. das ständige Einführen anderer Finger oder Fremdkörper in den Mund, oder das Pressen der Zunge gegen die Zähne.

Platzhalter

Lutschgewohnheiten sollten ab dem vollendeten dritten Lebensjahr abgestellt werden, um Spätschäden zu vermeiden.

Der Kinder-Zahnarzt kann solche Fehlentwicklungen erkennen und eine Frühbehandlung einleiten. Diese besteht aus einfachen herausnehmbaren Geräten, wie z.B. Mundvorhofplatten.

Mundvorhofplatte

Die Mundvorhofplatte ist ein schnullerähnliches frühkieferorthopädisches Gerät. Es dient einerseits dazu, den Kindern das Nuckeln am Daumen oder Schnuller abzugewöhnen. Andererseits kann es, mit einem Zungengitter ausgerüstet, verhindern, dass die Zunge zwischen die Zähne gepresst wird. Ein durch Nuckeln entstandener offener Biss kann auf diese Weise ganz einfach behandelt werden.

In schwierigen Fällen oder bei älteren Kindern kann die Behandlung auch von unserem im Zahnarzt Team Luzern tätigen Spezialisten für Kieferorthopädie übernommen werden, der auf die Zahnspangen-Behandlung bei Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen spezialisiert ist. Ab dem Schulkindesalter ist in jedem Fall ein Kontroll-Untersuch beim Kieferorthopäden empfehlenswert.

Kinder-Prophylaxe

kinder-zähne-putzen

Wir wünschen unseren kleinen Patienten lebenslang gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Voraussetzung für dieses Ziel ist eine perfekte Mundhygiene von Kindesbeinen an.

Unser Kinder-Zahnarzt hat zusammen mit unseren Dentalhygienikerinnen / Prophylaxeassistentinnenspezielle Prophylaxe-Programme für Kinderentwickelt. Unseren kleinen Patienten wird dabei auf kindgerechte und altersgemässe Art vermittelt, wie sie ihre Zähne am besten putzen können. Bei kariesanfälligen Kindern kann das Kariesrisiko mit einem Speicheltest ermittelt werden. Ausserdem kann man den Zahnschmelz mit einem Fluorid-Lack härten.

 

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