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Implantate – Knochenaufbau – Sofort Implantate

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Informieren Sie sich auch über „Feste Dritte Zähne an einem Tag“

 Der schnellste Weg zu festen Zähnen:Die All-On-Four-Methode kommt ohne Knochenaufbau aus. Der provisorische Zahnersatz wird wenige Stunden nach der Operation fest auf den vier Implantaten verschraubt.

Knochenaufbauverfahren

Nicht selten ist der Kieferknochen durch Knochenschwund (Atrophie) in Höhe oder Breite reduziert, so dass die vorhandene Knochensubstanz nicht ausreicht, um die Implantate sicher aufzunehmen. Will man dennoch implantieren, so wird ein Knochenaufbau (Augmentation) notwendig, der vorgängig oder gleichzeitig mit der Implantation durchgeführt wird. Als Aufbaumaterial kommt eigener Knochen und Knochenersatzmaterial in Frage.

Das beste Aufbaumaterial ist immer noch körpereigener Knochen, der z.B. im Bereich des Kieferwinkels oder Kinns entnommen und transplantiert (verpflanzt) wird. Nur bei sehr ausgedehnten Aufbauten ist eine Knochenentnahme ausserhalb des Mundes, etwa aus dem Beckenknochen, erforderlich.

Vorteil des Eigenknochens ist die gute und schnelle Einheilung. Knochen enthält Wachstumsfaktoren, die eine schnelle Inkorporation des aufgebauten Materials bewirken.

Nachteil bei der Verwendung eigenen Knochens ist die notwendige Entnahmeoperation, die manchmal zu Komplikationen führen kann.

Mögliche Knochenentnahmestellen im Mund
Die rot bezeichneten Flächen entsprechen den möglichen Knochenentnahmestellen im Mund: Kinn, Unterkieferwinkel, aufsteigender Unterkieferast und der Tuber im hinteren Oberkiefer.

Die entnommenen Knochenstücke werden als Blocks mit kleinen Titanschrauben am aufzubauenden Kieferabschnitt fixiert oder aber gemahlen und als Knochengranulat mit einer speziellen Membran (z.B. BioGide®) abgedeckt. Nach 4-6 Monaten ist das Knochentransplantat eingeheilt und die Zahnimplantate können gesetzt werden.

Der Knochenaufbau mittels Membranen wird auch als GBR (Guided Bone Regeneration = Geführte Knochenregeneration) oder GTR (Guided Tissue Regeneration = Geführte Geweberegeneration) bezeichnet. BioGide® ist beispielsweise eine Membran aus Kollagen, die sich selbst auflöst und daher nicht entfernt werden muss.

Auch Knochenersatzmaterial (z.B. BioOss®) synthetischen oder natürlichen Ursprungs kann bei kleineren Defekten Anwendung finden. „Künstlicher Knochen“ wird im Laufe von 3-8 Monaten vom eigenen Knochen durchwachsen und allmählich ersetzt. Vorteil: Die Verwendung von Knochenersatzmaterial macht die Entnahme von Eigenknochen oft überflüssig. Künstlicher und eigener Knochen können auch gemischt verwendet werden.

Auswahl von Knochenersatzmaterialien, als Granulat oder Block

Knochenersatzmaterialien und Membranen: Künstlicher Knochen (hier Biooss®) ist als Granulat in verschiedenen Korngrössen oder als Block erhältlich.

Schemazeichnung - chronologischer Verlauf der Knochenaugmentation

Knochenaugmentation mit Membran (GBR):Links: Knochenersatzmaterial (Biooss®) ist mit einer Kollagenmembran (Biogide®) abgedeckt.Mitte: Nach ca. 8 Wochen sind Blutgefässe und knochenbildende Zellen in den künstlichen Knochen eingewachsenRechts: Nach mehreren Monaten hat sich die Membran aufgelöst, das Fremdmaterial ist vollständig von neu gebildetem eigenem Knochen ersetzt.

knochenaufbauverfahren implantologie zahnarzt luzern

Zu schmaler Kieferkamm: Vor der Implantation wird der Knochen mit einem Blocktransplantat aufgebaut (1). Kleinere Knochendefekte werden während der Implantation mit Knochengranulat oder Knochenersatzmaterial aufgefüllt (2-4).

Sinuslift (Sinusbodenelevation)

Eine besondere Art des Knochenaufbaus ist der Sinus-Lift (Sinusboden-Elevation): Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich führt die grosse luftgefüllte Kieferhöhle (lateinisch: Sinus maxillaris) oft zu einer unzureichenden Knochenhöhe, was eine einfache Implantation in diesem Bereich häufig unmöglich macht. Hier schafft ein Knochenaufbau nach dem Sinuslift-Verfahren Abhilfe: Über einen operativen Zugang vom Munde her wird der Kieferhöhlenboden dargestellt und die bedeckende Schleimhautmembran vorsichtig angehoben. Der entstehende Hohlraum wird mit Knochenersatzmaterial (z.B. BioOss) aufgefüllt. Ist noch eine gewisse Höhe an Eigenknochen vorhanden, so können die Implantate zeitgleich mit der Sinusliftoperation eingebracht werden. Bei sehr geringem Knochenangebot wird zunächst nur der Knochen aufgebaut und sechs Monate danach in den aufgebauten Knochen implantiert. Der Sinuslift ist heute eine Routineoperation, die in geübter Hand voraussagbare gute Ergebnisse bringt.

Sehen Sie hier in der Video-Simulation, wie das Sinuslift-Verfahren abläuft.

Sinuslift mit gleichzeitiger Implantation

sinuslift mit gleichzeitiger implantologie zahnarzt luzern
Sinuslift mit gleichzeitiger Implantation. Das eingebrachte Knochenersatzmaterial wird innerhalb von 6-9 Monaten allmählich vom eigenen Knochen ersetzt.
Sinus-Lift, Knochenaufbau
Sinus-Lift nach Summers: Die minimal-invasive Methode

Wissenschaftliche Untersuchungen haben mittlerweile nachgewiesen, dass beim Sinuslift Knochenersatzmaterialien die gleichen guten Ergebnisse bringen wie eigener Knochen. Aus diesem Grund verwenden wir beim Sinuslift ausschliesslich Knochenersatzmaterial und ersparen damit unseren Patienten die Entnahme von eigenem Knochen.

Interner Sinuslift:
In manchen Fällen kann der Sinuslift auch  minimalinvasiv ohne seitliches Knochenfenster durchgeführt werden: Beim „internen Sinuslift“ oder „Sinuslift nach Summers“ wird der Boden der Kieferhöhle von aussen mit leichten Hammerschlägen auf geeignete Instrumente (Osteotom) nach oben „geklopft“.

Kurzes Implantat
Ein kurzes Implantat findet manchmal auch ohne Sinus-Lift seinen Platz im Knochen

Alternativen zum Sinuslift:
Trotz aller Fortschritte sind Knochenaufbauten immer mit gewissen Risiken behaftet. So kann z.B. das Knochentransplantat durch eine Wundinfektion verloren gehen. Aus diesem Grund versuchen wir heute, ohne grössere Knochenaufbauten auszukommen, falls dies möglich ist. Neue Verfahren helfen uns dabei: Durch dreidimensionale Röntgendarstellung und computergeführte Implantation können wir den vorhandenen Knochen des Patienten optimal auszunützen und mit innovativen Methoden wie All-On-Four und Zygoma-Implantate oft ganz auf Knochentransplantate verzichten.
Manchmal können auch kurze Implantate (5-7 mm Länge) eine Alternative zum Sinuslift sein, wenn die Knochenhöhe dafür ausreicht. Wissenschaftliche Studien weisen gute Erfolgsraten für kurze Implantate nach.

Computergeführte Implantation

Digitaler Volumentomograph zahnarztpraxis luzern
Unser Digitaler Volumentomograph der neuesten Generation – präzise 3D-Bilder bei geringer Strahlenbelastung

Die Computertomographie (digitale Volumentomographie, DVT) ermöglicht die Herstellung masstabgetreuer dreidimensionaler Bilder (3-D) des Gesichtsschädels. Mit einer speziellen Software (z.B. Med3D®, Nobel Clinician®, DTX oder SMOP®) ist es nun möglich, am Computerbildschirm virtuell die geeigneten Implantate auszuwählen und in der optimalen Position zu setzen. Empfindliche anatomische Strukturen, wie z.B. Gefühlsnerven, können dabei sichtbar gemacht und geschont werden. Ausserdem kann durch die präzise Darstellung der beim Patienten vorhandene Knochen optimal ausgenutzt werden, was in manchen Fällen einen Knochenaufbau überflüssig macht.

Schienengeführte Implantation:
Die bei der virtuellen Implantatsetzung am PC gewonnenen digitalen Daten werden zur Herstellung einer gedruckten 3-D-Schablone aus Kunststoff genutzt. Diese Bohrschablone wird bei der Implantat-Operation im Munde des Patienten eingesetzt. In die Schablone eingelassenen Bohrhülsen führen nun die Knochenbohrer bei der Implantation und sorgen dafür, dass die Implantate genau an die im Computer geplante ideale Position gesetzt werden.
Nachteil dieser Methode ist, dass die Operationsschablonen zunächst beim Hersteller bestellt werden müssen, was zeitaufwändig sein kann und zusätzliche Kosten verursacht. Ausserdem erlauben die Schablonen während der operation  kein Abweichen vom ursprünglichen Plan.

SMOP-Schiene
Die SMOP-Schiene im Mund des Patienten
Planung der Implantate am Computer
Planung der Implantate am Computer (hier das SMOP-System)

Dynamische computergeführte Navigation: Das X-Guide- System

Als einer der ersten Praxen der Schweiz verfügen wir  mit dem X-Guide über ein System für die dynamisch navigierte Implantation. Zwei optische Sensoren, die jeweils am Bohrer und am Kiefer des Patienten befestigt werden, ermöglichen ein freies 3-D-navigiertes Operieren, ganz ohne Schienen. Dabei wird die aktuelle Position des Bohrers bzw. Implantats permanent dreidimensional auf dem Bildschirm dargestellt und mit der zuvor geplanten idealen Positionierung abgeglichen.

Im Gegensatz zur starren schienengeführten Methode können wir mit dem X-Guide frei navigieren. Gerade bei den von uns  häufig behandelten komplexen Fällen ist es oft notwendig, während der Operation von der Planung abzuweichen. Das X-Guide gibt uns diese Möglichkeit und ermöglicht daher ein flexibles und sicheres Operieren auch in unvorhersehbaren Situationen.

Vorteilhaft für den Patienten ist, dass die Schleimhaut oft nicht einmal eröffnet werden muss (Keine Schwellung, kaum Schmerzen nach dem Eingriff). Ein weiterer Vorteil der computergeführten Implantation ist die Möglichkeit, bereits vor der Implantation eine passgenaue provisorische Brücke herzustellen. So können wir den Patienten im Idealfall kurz nach der Implantation mit festen, belastungsfähigen Zähnen versorgen und nach Hause entlassen. Um keine falschen Erwartungen zu wecken und im Sinne einer seriösen Information muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass eine computergeführte Implantation derzeit nicht in allen Fällen möglich oder sinnvoll ist. Wir wenden diese besonders sichere und schonende Methode immer dann an, wenn sie dem Patienten konkrete Vorteile bringt.

Fallbeispiel aus unserer Praxis: Totalsanierung mit computergeführter Implantologie (Computer Guided Implantology)

Diese 84-jährige Frau kam mit ihren schlecht sitzenden alten Prothesen nicht mehr zurecht und wünschte eine Beratung über festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten. Aufgrund des eingeschränkten Gesundheitszustands und des fortgeschrittenen Alters wollten wir der Patientin eine möglichst schonende, minimalinvasive Operationstechnik anbieten.

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

Computergeführte Implantation

Zunächst wird eine Computertomographie mit im Ober- und Unterkiefer eingesetzten Röntgenschablonen angefertigt (digitale Volumentomographie DVT , unser modernes DVT-Gerät arbeitet mit besonders geringer Strahlenbelastung), um den vorhandenen Knochen dreidimensional analysieren zu können. Die Auswertung dieser Aufnahmen ergibt ein ausreichendes Knochenvolumen für eine Sofort-Implantation ohne Knochenaufbau gemäss der All-On-Four®-Methode.

Die Planung der optimalen Positionierung der Implantate im Knochen sowie die Festlegung von Implantatdurchmesser und -länge erfolgt nun virtuell am PC mithilfe der Med3D®-Software. Die dabei gewonnenen digitalen Daten werden an ein spezialisiertes Dentallabor übermittelt, das in die Röntgen-Schablonen hochpräzise Führungshülsen einbaut, die bei der Implantation die Aufgabe haben, Bohrungen und Implantate exakt in die zuvor geplante, korrekte Position zu führen.

Computergeführte Implantation

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

Nun kann der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt werden: Die noch vorhandenen Stiftzähne werden entfernt. Dann werden die Schablonen im Mund fixiert und die Implantatbohrungen erfolgen durch die Führungshülsen, anschliessend werden die Implantate ebenfalls mithilfe der Schablone in die vorgesehene Position eingesetzt. Der grosse Vorteil bei der geführten Implantologie ist, dass es nicht mehr notwendig ist, vorgängig die Schleimhaut mit dem Skalpell zu eröffnen und den Knochen grossflächig freizulegen. Da die am Computer geplante Implantatposition von vorneherein feststeht, können die Bohrungen minimalinvasiv durch die geschlossene Schleimhaut erfolgen und die Implantate in die Bohrlöcher eingeführt werden. Gemäss der All-On-Four-Methode werden pro Kiefer vier Implantate gesetzt.

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

Die Dauer des Eingriffs verkürzt sich dadurch erheblich auf ca. 45 Minuten pro Kiefer. Die sonst üblicherweise nach grösseren Implantat-Operationen zu beobachtende Schwellung und Schmerzen fehlen praktisch vollständig, es kommt auch nicht zu Blutungen oder Blutergüssen.

Da die Implantatpositionierung bereits präoperativ (vor der Operation) festgelegt wird, kann der Zahntechniker schon vor der Implantation provisorischen Zahnersatz herstellen. Diese Brücken werden unmittelbar nach der Operation fest auf die Implantate verschraubt (Sofortbelastung).

Die Patientin verlässt unsere Praxis mit festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten. Die definitiven All-On-Four-Brücken werden nach drei Monaten angefertigt.

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

Piezo-Chirurgie
Piezo Chirugie Gerät

Die Piezochirurgie ist ein neuartiges, von Prof. Tomaso Vercellotti entwickeltes knochenchirurgisches Verfahren, das gerade auch für die Implantologie neue Horizonte eröffnet. Speziell entwickelte grazile Hartmetallinstrumente werden mit Ultraschall in hochfrequente Schwingungen versetzt und sind in der Lage, Knochen auf extrem schonende und atraumatische Weise zu durchtrennen. Der grosse Vorteil der Piezochirurgie gegenüber den bisher vorherrschenden bohrenden und sägenden knochenchirurgischen Instrumenten ist ihre Selektivität. Das heisst, Knochen wird mühelos durchtrennt, Weichgewebe (z.B. Nerven, Blutgefässe oder Schleimhaut) bleibt hingegen unbeschädigt, selbst wenn es direkt mit der Instrumentenspitze in Berührung kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass es bei der Piezochirurgie praktisch keine Blutungen gibt, der Knochen nicht traumatisiert wird und die Wundheilung daher viel besser ist. Wir setzen diese innovative Technik hauptsächlich bei der Entnahme von Knochentransplantaten, beim Sinuslift und bei allen Operationen ein, bei denen die Gefahr besteht, Nerven oder Blutgefässe zu verletzen.
Weitere Informationen über Piezochirurgie.

PRP: Wachstumsfaktoren aus Eigenblut

Um die für den Patienten oftmals unbequeme Einheilphase (provisorische Prothese) nach der Implantation zu verkürzen, gehen die neuesten Entwicklungen in der Implantologie dahin, durch Zufuhr von Faktoren, die das Knochenwachstum stimulieren, die Integration der Implantate in den Knochen zu beschleunigen.

Das aus Eigenblut gewonnene Thrombozytenkonzentrat PRP (Platelet Rich Plasma) enthält neben den Blutplättchen (Thrombozyten) eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren in hoher Konzentration. Diese führen zu einer guten Knochenregeneration und verhelfen Risikopatienten (z.B. Diabetiker, Raucher) zu einer schnellen und sicheren Wundheilung.

Zygoma-und Pterygoid-Implantate: Sofortversorgung auch bei starkem Knochenschwund im Oberkiefer

Bei starkem Knochenabbau im zahnlosen Oberkiefer sind Zygoma-und Pterygoid-Implantate eine interessante Alternative zu umfangreichen Knochentransplantationen. Spezielle sehr lange (ca. 40-50 mm) Implantate werden im Jochbein (lateinisch: Os zygomaticum) oder Flügelbein (Os pterygoideum) verankert und dienen zur Abstützung einer festen Implantatbrücke. Das Knochenvolumen des Jochbeins bzw. Flügelbeins bleibt auch im Fall von Knochenschwund im Kieferbereich ziemlich stabil. Es können entweder zwei bis vier normale Implantate im vorderen Bereich mit zwei hinten eingesetzten Zygoma-Implantaten kombiniert werden, oder es kommen vier Zygoma-Implantate (zwei auf jeder Seite), ggf. kombiniert mit zwei Pterygoidimplantaten, zum Einsatz. Die feste auf den Implantaten verschraubte Brücke wird dann nach dem All-On-4 Konzept hergestellt. Beim hochgradigen Knochenschwund im Oberkiefer sind Zygoma-Implantate die einzige Möglichkeit, festsitzenden Zahnersatz als Sofortversorgung ohne umfangreiche Knochentransplantate zu realisieren. Operationsbelastung und -risiko sind dabei weitaus geringer als bei grossen Knochenaufbauten. Weitere Vorteile sind durch die mögliche Sofortbelastung der Implantate drastisch verkürzte Behandlungszeiten sowie erheblich günstigere Kosten, da kein Knochentransplantat und keine stationäre Aufnahme erforderlich ist.

Zygoma Implantate

Fallbeispiel aus unserer Praxis: Zygoma Implantat

Zygoma-Implantat

Diese 56-jährige Patientin konsultierte uns, weil sie gravierende Probleme mit ihrer schlecht sitzenden, herausnehmbaren Oberkiefer-Prothese hatte. Röntgenbild und Computertomographie zeigten einen massiven Knochenschwund (Atrophie) des Oberkiefers, so dass eine Versorgung mit Implantaten vorgängig einen grossen Knochenaufbau erfordert hätte. Für dieses Knochentransplantat hätten wir Knochen aus dem Beckenkamm (Hüfte) entnehmen müssen. Diese Prozedur ist für den Patienten ziemlich belastend: Nach der Knochentransplantation muss er einige Tage stationär im Spital verbringen und leidet in den ersten Wochen nach dem Eingriff oft an Gehbeschwerden durch die Knochenentnahme aus der Hüfte. Ausserdem muss er in der Anfangsphase ganz auf provisorische Prothesen verzichten, um die Einheilung des transplantierten Knochens nicht zu gefährden. In den ca. neun Monaten danach kann dann lediglich eine herausnehmbare provisorische Vollprothese getragen werden. Erwähnt werden muss auch, dass die Misserfolgsquote bei grossen Knochentransplantaten mit ca. 15-20 % relativ hoch ist.

Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat

Zygoma-Implantat

Aus diesem Grund entschied sich die Patientin nach ausführlicher Beratung für eine Versorgung mit Zygoma-Implantaten. In einem ambulanten Eingriff in Vollnarkose haben wir die Restzähne im Oberkiefer entfernt und vier auf jeder Seite zwei stabil im Jochbein verankerte Zygoma-Implantate gesetzt. Bereits am ersten Tag nach der Operation konnten wir eine provisorische Brücke fest auf den Implantaten verschrauben (Sofortbelastung). Drei Monate danach wurde dann die definitive prothetische Versorgung vorgenommen.

Hier erhalten Sie weitere wissenschaftliche Informationen (auf Englisch) zu Zygoma-Implantaten bzw. Pterygoid-Implantaten

Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat

Sofort-Implantate

Unter Sofortimplantation (nicht zu verwechseln mit Sofortbelastung) versteht man, dass in derselben Sitzung ein Zahn gezogen und sofort mit einem Implantat ersetzt wird. Dies erspart dem Patienten einen zusätzlichen Eingriff und ist heute eine Standardprozedur. Manchmal, z.B. bei infizierten Zähnen, ist es aber besser, den Zahn zuerst zu entfernen und das Implantat erst dann zu setzen, wenn die Gewebe (Knochen und Zahnfleisch) ausgeheilt sind.

Sofortbelastung von Implantaten

Bislang bestand eine Implantatbehandlung, wie oben beschrieben, aus mehreren aufeinander folgenden Phasen:

  1. Zahnextraktion
  2. Implantation
  3. Einheilphase (6 Wochen bis 6 Monate)
  4. Freilegung des Implantats
  5. Prothetische Versorgung

Die lange Wartezeit bis zur Fertigstellung der Versorgung kann insbesondere dann ein Problem sein, wenn kein zufriedenstellendes festsitzendes Provisorium eingesetzt werden kann. Bei grossen Totalsanierungen mit Implantaten, wo alle Zähne entfernt und mit Implantaten ersetzt werden, musste der Patient oft monatelang eine Vollprothese tragen, bis die Implantate eingeheilt und belastungsfähig waren.

Gerade in solchen Fällen kann eine Sofortbelastung der Zahnimplantate vorteilhaft sein: In einer Sitzung (auch in Vollnarkose) werden alle Zähne entfernt, die Implantate gesetzt und eine provisorische auf den Implantaten fest verschraubte Brücke vorbereitet, die am gleichen Tag, einige Stunden nach dem Eingriff, eingesetzt wird. Dieses Verfahren bietet einen grossen Komfort- und Zeitgewinn für den Patienten. Es muss aber unbedingt darauf hingewiesen werden, dass die Sofortbelastung nur dann vertretbar ist, wenn hinreichendes Knochenvolumen und gute Knochenqualität eine stabile Verankerung der Implantate gewährleisten. Fehlen diese Voraussetzungen, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, die Implantate unbelastet einheilen zu lassen und dann erst die prothetische Versorgung vorzunehmen.

Fallbeispiel aus unserer Praxis: Sofortbelastung

Sofortbelastung Fallbeispiel

54-jährige Patientin mit desolatem Gebisszustand. Parodontitis und Karies hatten zu so gravierenden Schäden geführt, dass ein Erhalt der Zähne nicht mehr möglich war. Die Patientin hatte sehr unter ihrer kosmetischen „Entstellung“ gelitten und äusserte den Wunsch einer Totalsanierung in Vollnarkose mit „festen Zähnen“ von Anfang an. Dabei war ihr wichtig, dass Sie während der gesamten Behandlungsdauer zu jedem Zeitpunkt ästhetisch präsentabel blieb.

Sofortbelastung Fallbeispiel Sofortbelastung Fallbeispiel

Sofortbelastung Fallbeispiel Sofortbelastung Fallbeispiel

In Vollnarkose wurden alle Zähne im Ober- und Unterkiefer entfernt. Im gleichen Eingriff setzten wir 4 Implantate pro Kiefer. Nach der All-On-Four-Methode können die Implantate dabei so stabil im Knochen verankert werden, dass eine Sofortversorgung der Implantate mit festen, belastungsfähigen Brücken möglich ist. Wenige Stunden nach der Operation erhielt die Patientin festsitzende, auf den Implantaten verschraubte provisorische Brücken und konnte an ihren Heimatort zurückkehren. Die definitiven Brücken konnten dann drei Monate nach Behandlungsbeginn eingesetzt werden.

Sofortbelastung Fallbeispiel

Sofortbelastung Fallbeispiel Sofortbelastung Fallbeispiel

Hier geht es zum nächsten Kapitel: Implantate – Risiken, Kosten, Garantie und Fragen