Schwangere Frauen, die sich einer geschlossenen PA-Behandlung unterziehen, reduzieren das Risiko einer verfrühten Geburt erheblich. Wissenschafter der School of Dentistry der Universität Alabama (M. Jeffcoat et al.) schlossen in eine Studie 366 schwangere Frauen mit Parodontitis ein. Zu Beginn der Studie befanden sich die Frauen in der 21. bis 25. Schwangerschaftswoche. Einschlusskriterium war ein Attachment-Verlust von über 3 mm in mindestens drei Quadranten. Die Forscher bildeten drei Behandlungsgruppen:

  1. Zahnreinigung plus Plazebo
  2. Scaling und Kurettage plus Plazebo
  3. Scaling und Kurettage plus Metronidazol (250 mg p.o. /Woche)

Die Forscher protokollierten nun den Zeitpunkt der Entbindung und setzen die Ergebnisse in Bezug zu den verschiedenen parodontalen Therapieformen. Als Kontrolle diente eine Gruppe von 723 schwangeren Frauen, die im Rahmen einer prospektiven Studie mit gleichen Einschlusskriterien beobachtet wurde. Frauen, bei denen Scaling und Kurettage durchgeführt worden war, hatten ein rund achtfach reduziertes Risiko für eine Frühgeburt. Während in der Kontrollgruppe die Rate für eine frühzeitige Geburt vor der 35. Woche bei 6,3% lag, ermittelten die Forscher in der Scaling und Kurettage-Gruppe (Behandlungsgruppe 2) lediglich einen Wert von 0,8%. Durch die zusätzliche Verabreichung von Metronidazol konnte keine weitere Verbesserung der Risikorate erzielt werden. Im Gegenteil: Die Frauen, bei denen nach der PA-Behandlung adjuvant Metronidazol verabreicht wurde, brachten ihre Kinder frühzeitiger auf die Welt, als jene aus der Scaling und Kurettage-Gruppe. Gerade in Hinblick auf diese Ergebnisse, seien weitere Studien angebracht, so die Wissenschafter.