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Aktueller Newsletter vom Zahnarzt Team Luzern 

März 2021

newsletter zahnarzt luzern zahnarztteam schulte

dr. markus schulte zahnarzt luzern

Liebe Patienten und Freunde des Zahnarzt Team Luzern

Heute möchte ich Ihnen zwei neue Mitarbeiterinnen unseres Zahnarzt-Teams vorstellen. Ausserdem  berichten wir über eine neue, schonende, biologische  Methode zur Behandlung von Parodontalerkrankungen. Schliesslich präsentieren wir Ihnen einen interessanten Fall, den wir in diesen Tagen in unserer Praxis abgeschlossen haben.

Die warme Jahreszeit steht nun vor der Tür und ich wünsche Ihnen, trotz aller noch bestehenden Einschränkungen, eine schöne und gesunde Oster- und Frühlingszeit.

Herzliche Grüsse
Ihr Dr. Markus Schulte

Unsere neue Zahnärztin:
Dr. med.dent. Lea Krueger-Janson

Nach vierjähriger, erfolgreicher Mitarbeit hat Frau Dr. Silvia Zürcher unser Team  verlassen, um künftig näher bei ihrem Wohnort Bern tätig zu sein. Wir wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg privat und beruflich alles Gute!
Es freut uns, Ihnen heute bereits Frau Dr. Zürchers Nachfolgerin vorstellen zu können:
Frau Dr. Lea Krüger-Janson ist eine Zahnärztin, die über sieben Jahre Berufserfahrung verfügt. Drei jahre lang war sie an der Universitätszahnklinik Zürich tätig, zwei weitere Jahre leitete sie eine grössere Praxis in Luzern. Wir sind überzeugt, dass Sie bei dieser sympathischen und kompetenten Zahnärztin in guten Händen sind.

Unsere neue Kieferorthopädin:
Dr. Jasmin Eisenbarth

Unser Kieferorthopädie-Team wird ab sofort von einer neuen Spezialistin verstärkt:
Frau Dr. Jasmin Eisenbarth ist eine erfahrene Fachzahnärztin für Kieferorthopädie und deckt das ganze Spektrum der Kinder-, Jugend- und Erwachsenekieferorthopädie ab, einschliesslich unsichbare Zahnkorrekturen mit Invisalign oder Lingualtechnik. Gemeinsam mit Dr. Jan Herre wird Frau Dr. Eisenbarth künftig unsere kleinen und grossen kieferorthopädischen Patienten betreuen. Wir wünschen ihr einen guten Start!

Covid-19-Schutzkonzept

Entsprechend den behördlichen Auflagen bleibt der Betrieb unserer Praxis auch weiterhin dem entsprechenden Schutzkonzept unterstellt. Bitte halten Sie sich an die Anweisungen, haben Sie etwas Geduld, falls es Wartezeiten gibt und teilen Sie uns rechtzeitig vor Ihrem Termin mit, wenn Sie Corona-typische Symptome haben. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Öffnungszeiten um Ostern

Unsere Praxis bleibt in der Osterzeit (ausser an den Feiertagen von Karfreitag bis Ostermontag) regulär geöffnet. Falls Sie während der Feiertage eine dringende Frage haben, senden Sie uns bitte eine Email.
Im Notfall können Sie auch den SSO-Notfalldienst konsultieren.

Vorträge
Ab Mai werden wir wieder unsere beliebten Vorträge ambieten, wobei die Durchführung und maximale Teilnehmerzahl von den jeweils geltenden Einschränkungen abhängt. Auf unserer Homepage erhalten Sie aktuelle Informationen: Vortragstermine

Aus der (zahn)medizinischen Forschung

Probiotika in der Behandlung der Parodontitis

Wenn die guten Bakterien die bösen in Schach halten

Alle Schleimhäute unseres Körpers stellen ein mögliches Einfallstor für krankheitserregende (pathogene) Keime dar. Das gilt in besonderem Masse für die nach aussen exponierte Mundhöhle.  Der Schutz des Körpers gegen solche Angriffe ist die dichte Schleimschicht, die eine schwer zu durchdringende Barriere darstellt. Sie ermöglicht die Ansiedlung zahlreicher harmloser oder nützlicher Mikroorganismen, die als „Platzhalter“ das Eindringen schädlicher  Bakterien erschweren. Diese schädlichen Mikroorganismen, z.B. die aggessiven Parodontitis-Bakterien, sind  zwar auch  unter normalen Bedingungen immer in der Mundhöhle vorhanden, werden aber durch die natürliche Schutzfunktion der Schleimhaut in Schach gehalten. Wenn diese Schutzschicht nicht mehr intakt ist, können sich verstärkt Krankheitserreger einnisten und vermehren. Durch eine starke Entzündungsreaktion kommt es dann zu den typischen Symptomen der Parodontitis, die unbehandelt zum Knochenabbau und Zahnverlust führt.

Probiotika sind Konzentrate von natürlichen, nützlichen Bakterien, wie z.B. Milchsäurebakterien, die oft in Form von Lutschtabletten im Handel sind. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass es durch Zufuhr solcher „guten“ Keime gelingen kann, „böse“Bakterien zurückzudrängen und das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Dieser Mechanismus hat sich schon bei der Behandlung gewisser  Darmerkrankungen als wirksam erwiesen.  Auch im Mundbereich  konnte kürzlich nachgewiesen werden, dass Probiotika einen positiven Einfluss auf den Verlauf von Parodontalerkrankungen haben. Die sanfte, biologische Behandlungsmethode mit Probiotika ist daher für uns eine ideale Ergänzung der übrigen, auf unserer Internetseite „Parodontologie“ ausführlich vorgestellten Therapien.

Der interessante Fall: Feste dritte Zähne in einem Tag

Wenn alle Zähne fehlen oder  entfernt werden müssen und man sich nicht mit einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, bedeutete das bisher oft einen langen Leidensweg von bis zu einem Jahr mit wiederholten Operationen, Knochentransplantationen und prekären provisorischen Vollprothesen.

Zum Glück gibt es heute fortschrittliche Behandlungskonzepte, die den Weg zu festen Zähnen erheblich abkürzen. Die All-On-Four-Methode ermöglicht es, den vorhandenen Knochen optimal auszunützen und auf Knochenaufbauten zu verzichten.

Im hier gezeigten Fall konsultierte uns die noch recht junge Patientin weil sie wegen des Zustands ihrer Zähne verzweifelt war. Aufgrund eines schweren Unfalls litt sie an chronischen Schmerzen und musste seit Jahren starke Opioid-Schmerzmittel einnehmen, die als Nebenwirkung den Speichelfluss vermindern und zu Mundtrockenheit führen. Ausserdem hatte sie über viele Monate aufgrund der Medikamente häufig erbrochen und auch ihre Mundhygiene vernachlässigt. Beim Untersuch zeigte sich, dass fast alle Zähne durch Karies und Erosion so tief zerstört waren, dass eine Restauration nicht mehr in Frage kam.

Die Patientin litt neben den funktionellen Einschränkungen und Schmerzen besonders unter der ästhetischen Entstellung und scheute sich daher, die Zähne beim Sprechen oder Lachen zu zeigen. Mit der Methode „All-On-Four“ – Feste Zähne in einem Tag konnten wir ihr eine Lösung ihrer Probleme anbieten, die sie überzeugte:
In einem Eingriff in Vollnarkose wurden alle Zähne im Ober- und Unterkiefer entfernt. Gleichzeitig konnten wir insgesamt 11 Implantate stabil im Knochen verankern.
Wir benutzten zu diesem Zweck das X-Guide- System, das eine computergeführte, dynamische 3D- Navigation ermöglicht. Dabei wird durch optische Sensoren die aktuelle Position des Bohrers  bzw. Implantats permanent dreidimensional auf dem Bildschirm dargestellt und mit der zuvor virtuell geplanten idealen Positionierung abgeglichen.

Am Ende des gleichen Tages konnten wir die Patientin mit festen, auf den Implantaten verschraubten, provisorischen Brücken entlassen. Etwa 4 Monate später wurden dann die definitiven Implantatbrücken aus Zirkonkeramik eingesetzt.
Mehr Informationen dazu auf unserer Homepage:  Feste dritte Zähne in einem Tag

Aktueller Newsletter vom Zahnarzt Team Luzern 

Dezember 2020

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dr. markus schulte zahnarzt luzern

Liebe Patienten und Freunde des Zahnarzt Team Luzern

Das zu Ende gehende Jahr 2020 wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben. Corona-Pandemie, Lockdown, Homeoffice, Maskenpflicht und Distanzregeln heissen die wenig anheimelnden Schlagwörter, die nun schon seit vielen Monaten unseren Alltag prägen und leider auch das nahende Weihnachtsfest überschatten.

Von dieser aussergewöhnlichen Lage war natürlich auch unsere Praxis betroffen: Zunächst die harten Einschränkungen im März / April, die während sechs Wochen lediglich Notfallbehandlungen zuliessen. Mit der Inkraftsetzung des Corona-Schutzkonzeptes konnten wir dann ab dem 27.April wieder  unsere Türen öffnen. Die Schutzmassnahmen beinhalten unter anderem einen kurzen Corona-Fragebogen, Temperaturmessung und Händewaschen/-desinfizieren beim Eintritt, Distanz- und Maskenregeln, unser „Einbahn-System“ und Kapazitätsbeschränkungen im Warte- und Behandlungsbereich. Dadurch kann es in einigen Fällen zu verlängerten Wartezeiten kommen.  Entscheidend ist aber, dass wir unseren Patienten die grösstmögliche Sicherheit während ihres Aufenthalts in unseren Räumen bieten können.

Ich möchte an dieser Stelle Ihnen allen danken, die uns mit viel Geduld und Verständnis bei der Umsetzung der Massnahmen geholfen haben.  Es bleibt die begründete Hoffnung, dass sich spätestens mit der Covid-Impfung im nächsten Frühjahr die epidemiologische Situation nachhaltig bessert und wir so bald wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren können, privat wie beruflich.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes neues Jahr.

Herzliche Grüsse
Ihr Dr. Markus Schulte

zahnarzt luzern

Covid-19-Schutzkonzept

Unser Schutzkonzept sieht beim Eintritt zunächst eine Händedesinfektion und -waschung, sowie die Messung der Körpertemperatur und das Ausfüllen eines kurzen Fragebogens über eventuelle Symptome vor. Ansonsten gilt die Maskenpflicht bis zum Erreichen des Behandlungsstuhles, auf dem Sie Ihre Maske selbstverständlich abnehmen dürfen.  Bitte beachten Sie die Distanzregeln und -markierungen und die auf dem Boden angebrachten Richtungspfeile.  Durch Lüftungspausen zwischen den einzelnen Patienten ist unsere Kapazität etwas eingeschränkt und es kann gelegentlich zu Wartezeiten kommen.
Dank unserer räumlichen und technischen Ausstattung können wir Ihnen trotz dieser Massnahmen einen fast uneingeschränkten Komfort vor- und während der Behandlung garantieren.

Vortragstermine

Auch im kommenden Jahr sind wieder Patientenvorträge zum Thema „Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten – Feste Zähne in einem Tag“ in unseren Praxiisräumen geplant.  Allerdings hängt die Durchführbarkeit und Anzahl der Teilnehmer von den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Regelungen bzw. Einschränkungen ab. Daher gelten die genannten Daten unter Vorbehalt und wir bitten um Anmeldung per Email oder telefonisch. Auf unserer Homepage finden Sie die aktuellen Vortragstermine.

Weihnachtsferien 23.12.2020 – 03.-01.2021

Unsere Praxis bleibt vom 23. Dezember 2020 bis und mit 3. Januar 2021 geschlossen. Sie können uns in dringenden Fällen per Email kontaktieren, da wir Emails auch während der Ferien regelmässig lesen. Im Notfall wenden Sie sich bitte an den SSO-Notfalldienst.
Montag, 4. Januar, sind wir ab 7.30 Uhr wieder für Sie da.

Aus der (zahn)medizinischen Forschung

MIH: Kreidezähne

Eine häufige Entwicklungsstörung bei Kinderzähnen

Kreidezähne oder MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) sind eine relativ häufige Entwicklungsstörung der bleibenden Zähne, manchmal auch der Milchzähne, die bei 10-15% aller Kinder auftritt. Meistens sind die mittleren bleibenden Schneidezähne (Inzisiven) und die ersten bleibenden  Backenzähne (Molaren) betroffen. Kreidige weisse oder gelb-braune Flecken sind das äussere  Erkennungsmerkmal der MIH-Zähne. Aber der veränderte Zahnschmelz ist auch strukturell geschädigt und nicht ausreichend widerstandsfähig: Karies kann sich auf Kreidezähnen rasch ausbreiten,  die betroffenen Zähne können aber auch beim Kauen schnell abbröckeln. Ein weiteres Problem der Kreidezähne ist manchmal die extreme Berührungs- oder Temperaturempfindlichkeit, was beim Essen und Putzen zu Schmerzen führen kann.

Ursachen der MIH:

Die Ursache dieser Zahnschmelz-Missbildung ist noch unklar. Der Zahnschmelz wird in den letzten Monaten der Schwangerschaft und in den ersten vier Lebensjahren des Kindes gebildet. Ein in dieser Phase schädlicher Einfluss von Kinderkrankheiten, Medikamenten (Antibiotika) oder Umweltfaktoren wird zur Zeit diskutiert.

Wie erkennt man MIH-Zähne?

Der erfahrene Kinderzahnarzt erkennt die für MIH typischen Schmelzdefekte und -verfärbungen an den Schneidezähnen und Molaren meist auf den ersten Blick. Manchmal findet man bei MIH-Kindern auch schon im Milchgebiss auffällige Schmelzmissbildungen.

Behandlung der MIH-Kreidezähne:

Eine engmaschige kinderzahnärztliche Betreuung der von MIH betroffenen Kinder ist besonders wichtig. Wegen des Kariesrisikos sollte das Zähneputzen daheim besonders akkurat und gewissenhaft durchgeführt werden. Der Zahnarzt kann die Zähne auch mit einem Fluorid-Lack imprägnieren oder mit Kunststoff versiegeln. Bei Abbröckeln oder Abplatzen von Zahnschmelz wird der Zahn mit  Kunststoff-Füllungen (Komposit) aufgebaut. Bei ausgedehnten Defekten können auch Kronen aus Keramik notwendig sein.
Auf dem Foto sehen Sie den Fall einer 17-jährigen Patientin mit deutlich erkennbaren Schmelzdefekten und verfärbungen der oberen Schneidezähne. Die Patientin schämte sich, ihre unansehnlichen Zähne beim Lächeln zu zeigen und wünschte eine Lösung dieses Problems.
Auf dem rechten Foto der Zustand nach minimalinvasiver Behandlung mit Komposit-Infiltration. Behandler: Dr. Kamila Iwanski

 Weiter lesen 

Der interessante Fall: Zahnfleisch-Aufbau

Zahnfleischrückgang (Rezession) kann ästhetisch störend sein, aber auch zu funktionellen Beeinträchtigungen führen: Freiliegende Zahnhälse oder Wurzelteile können überempfindlich oder kariös werden, die Hygiene kann erschwert sein. Als Ursache für solche Zahfleischrezessionen kommen neben Entzündungen (Gingivitis, Parodontitis) auch eine falsche Zahnputztechnik, besonders dünnes, fragiles Zahnfleisch oder Zahnstellungskorrekturen (kieferorthopädische Behandlung) in Frage.

Diese 43-jährige Patientin hatte in den letzten Jahren zunehmende Probleme mit Zahnfleischrückgang im Oberkiefer. Dies hatte bereits zu einer Überempfindlichkeit der freiliegenden Zahnhälse geführt und störte die Patientin auch ästhetisch, weil man bei ihr beim Lächeln auch das Zahnfleisch sieht. Mit einem Gewebeaufbau durch ein Zahnfleischtransplantat vom Gaumen konnten wir Abhilfe schaffen. Die oberen Bilder zeigen die Situation vor, die unteren drei Monate nach dem Eingriff. Zusätzlich wurden die Zähne durch ein Bleaching aufgehellt. Die von der Patientin beanstandeten funktionellen und ästhetischen Probleme konnten auf diese Weise dauerhaft behoben werden.
Behandler: Dr. Markus Schulte

Weitere Informationen

Regelmässiges Zähneputzen ist entscheidend für die Zahn- und Mundgesundheit. Wer zwar eifrig die Zahnbürste schwingt, aber auf die Reinigung der Zahnzwischenräume verzichtet, hat nur die Hälfte seiner häuslichen Mundhygiene erledigt. Denn besonders an den schwer zugänglichen Stellen zwischen den Zähnen verbergen sich schädliche Bakterien, die Karies, Gingivitis oder Parodontitis auslösen können. 

Zahnseide und Interdentalbürsten – Anwendung vor oder nach dem Zähneputzen?

Über die Reihenfolge der Verwendung wurde schon viel diskutiert. Laut einer Studie aus 2018 ist die Anwendung von Zahnseide abends vor dem Zähneputzen die bessere Variante. Fluorid aus der Zahnpasta konnte besser in die Zahnzwischenräume eindringen, wenn diese schon gesäubert sind, und es entstanden weniger Zahnbeläge. Ob vorher oder nachher – wichtig ist, dass Zahnseide oder Interdentalbürstchen mindestens einmal täglich verwendet werden. Denn die Stellen zwischen den Zähnen erreicht eine Zahnbürste nicht, Bakterien können sich dort ungehindert vermehren und eine Gingivitis oder eine Parodontitis auslösen.

Welche Sorte Zahnseide ist die richtige?

Gewachste (oder mit Teflon beschichtete) Zahnseide ist empfehlenswert für Menschen, die den richtigen Umgang mit Zahnseide noch üben müssen. Der gewachste Faden gleitet selbst bei engstehenden Zähnen besser in die Zwischenräume. Ungewachste Zahnseide ist etwas dicker, fasert bei der Reinigung mehr auf und hat dadurch eine höhere Reinigungswirkung. Die richtige Anwendung erfordert etwas Training, da diese Sorte Zahnseide weniger gut gleitet. Je nach Geschmack gibt es Zahnseide auch mit unterschiedlichen Aromen oder mit Fluorid zum zusätzlichen Schutz vor der Demineralisation des Zahnschmelzes. Für den Menschen, denen das Aufwickeln und Anwenden von Zahnseide mit den Fingern nicht gelingt, gibt es Zahnsticks: In einem Kunststoff-Haltegriff ist ein Stückchen Zahnseide zur einfachen Verwendung vorgespannt. Die Reinigung mit Zahnsticks ist allerdings nicht so effektiv wie die mit Zahnseide.

Wie benutzt man Zahnseide?

Gehen Sie bei der Reinigung sanft vor, der feine Faden kann bei grober Anwendung sonst in das Zahnfleisch schneiden. Reissen Sie ein etwa 40 bis 50 cm langes Stück Zahnseide ab. Dann wickeln Sie die Enden um die Mittelfinger beider Hände und spannen nur 2–3 cm des Fadens straff zwischen Daumen und Zeigefinger auf. Dann führen Sie den Faden zwischen die Zähne, eventuell müssen sie ihn dafür ein wenig hin und her bewegen. Haben Sie den Rand des Zahnfleischs erreicht, schlingen Sie den Faden C-förmig um einen Zahn und schaben mit der Zahnseide vorsichtig nach oben Richtung Zahnkrone. Die Bewegung sollte immer vom Zahnfleisch weg erfolgen, damit Plaque-Bakterien nicht unter das Zahnfleisch geschoben werden. Wiederholen Sie den Vorgang für die andere Seite des Zwischenraums. Straffen Sie jedes Mal ein ganz neues Stück Zahnseide zwischen den Fingern und reinigen Sie nacheinander auch die anderen Zwischenräume. Bitte vergessen Sie dabei nicht die Rückseiten der jeweils letzten Zähne ganz hinten im Kiefer.

Leichte Blutungen bei der Verwendung von Zahnseide, die schnell nachlassen, sind nicht ungewöhnlich und sollten Sie auf gar keinen Fall von Ihrer Pflegeroutine abbringen. Sie deuten auf eine Zahnfleischentzündung hin, die Sie aber nach einigen Tagen bei weiterhin sorgfältiger regelmäßiger Reinigung in den Griff bekommen. Dauert das Zahnfleischbluten an und ist mit Schmerzen verbunden, sollten Sie jedoch Ihren Zahnarzt zur Kontrolle aufsuchen.

Interdentalbürsten

Die kleinen Bürstchen sind die effektivste Reinigungsmethode für die Zwischenräume der Zähne. Interdentalbürsten haben einen Drahtkern, an dem Borsten befestigt sind, die an eine winzige Flaschenbürste errinnern. Es gibt sie in verschiedenen Durchmessern für unterschiedlich grosse Zahnzwischenräume, eventuell benötigen Sie auch mehrere Grössen für Ihre Zähne. Ihre Dentalhygienikerin hilft Ihnen gerne weiter, wenn Sie sich bei der Grössenauswahl unsicher sind, denn zu kleine oder zu grosse Bürsten können nicht optimal reinigen. Die Bürsten werden ohne Zahnpasta verwendet, vorsichtig über der Papillenspitze (das dreieckige Stück Zahnfleisch genau zwischen den Zähnen) in den Zahnzwischenraum geführt und einige Mal vor- und zurückbewegt. Mit ein bisschen Training entwickeln Sie bald ein Gespür für die Anwendung der Interdentalbürsten. Gehen Sie dabei gefühlvoll vor und probieren Sie keineswegs, die Bürste bei zu viel Widerstand mit roher Gewalt in den Zahnzwischenraum zu bohren. Bei sehr engstehenden Zähnen ist Zahnseide die bessere Wahl. Nach der Verwendung können die Bürsten mit Wasser abgespült und bis zu zehn Mal für Ihre tägliche Zahnreinigung wiederverwendet werden.

Quelle: DentNet

Aktueller Newsletter vom Zahnarzt Team Luzern 

 

Juli 2020

 

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dr. markus schulte zahnarzt luzern

Liebe Patienten und Freunde des Zahnarzt Team Luzern

Aufregende und bedrückende Wochen liegen hinter uns und noch immer hat uns das Thema „Coronaepidemie“ fest im Griff. Nach der teilweisen Schliessung unserer Praxis während des Lockdowns (nur Notfallbehandlungen waren möglich) ist unser Team seit Ende April wieder vollzählig im Einsatz und wir bieten- unter strikter Anwendung des Schutzkonzeptes für Zahnarztpraxen – nun wieder unser ganzes Leistungsspektrum an.

Zu Ihrer Sicherheit gehen wir folgendermassen vor:

  • Beim Eintritt in die Praxis bitten wir Sie, Ihre Hände zu waschen und zu desinfizieren.
  • Danach messen wir kontaktlos Ihre Körpertemperatur und bitten Sie, einen kurzen Fragebogen auszufüllen.
  • Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zur Zeit aus Gründen der Hygiene die Türen zu den Wartezimmern und zum Bad offen stehen lassen.
  • Durch unser konsquentes Hygienemanagement und die grosszügigen Platz- und Abstandsverhältnisse können wir Ihnen in unseren Räumen bestmöglichen Infektionsschutz gewährleisten.

Daher empfehlen wir Ihnen,  Ihre periodische Dentalhygiene-Kontrollsitzungen in jedem Fall wahrzunehmen, damit eventuelle Folgeschäden an Zähnen, Kiefer und Parodont vermieden werden.

Sollten Sie Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Verlust des Geruchssinns bei sich bemerken, sagen Sie bitte Ihren Termin bei uns rechtzeitig ab, solange Sie nicht ein negatives Corana-Testergebnis vorweisen können.

Ich wünsche Ihnen einen schönen und gesunden Sommer!
Herzliche Grüsse

Ihr Dr. Markus Schulte

Inhalt

  • Aktuelles aus unserer Praxis
  • Neue Website zum Thema „Zahnarztangst / Dentophobie“
  • Bleaching-Sommeraktion
  • Aus der Welt der Zahnmedizin: „Auf die richtige Zahnpasta achten!“
  • Ein interessanter Fall aus unserer Praxis: Feste dritte Zähne in einem Tag mit Zygomaimplantaten

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Öffnungszeiten während der Sommermonate

Unsere Praxis ist auch während der Sommerferien durchgehend zu den üblichen Zeiten geöffnet und telefonisch erreichbar.

Neue Website zum Thema „Dentophobie – die Angst vor dem Zahnarzt

Wer kennt es nicht, das mulmige Gefühl vor dem Zahnarztbesuch? Etwa 30% der Bevölkerung geben an, Angst vorm Zahnarzt zu empfinden. Bisweilen sind traumatische Kindheitserlebnisse der Grund für die Phobie, die sich in Herzrasen, Schweissausbrüchen, Würgereiz auf dem Behandlungsstuhl aber auch Schlaflosigkeit in der Nacht vor dem Termin äussern kann. Oft ist die Dentophobie aber eine unerklärliche Urangst. Das Bewusstsein, dass der Zahnarzt heute „gar nicht mehr weh tut“, hilft den Betroffenen wenig, die zudem auch noch häufig mit Ihrer Angst nicht ernst genommen werden.

Für die Zahngesundheit und das körperliche bzw. psychische Allgemeinbefinden kann die angstbedingte Vermeidung des Zahnarztbesuches verheerende Folgen haben. Daher ist professionelle Hilfe oft unentbehrlich. Unsere Praxis ist seit vielen Jahren auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisert. In unserer neuen Internetseite www.dentophobie.ch widmen wir uns ganz diesem wichtigen Thema, mit ausführlichen Informationen darüber, wie wir Angstpatienten erkennen und behandeln.

Zahn Bleaching Luzern Aktion Sonderangebot

Bleaching-Aktion Sommer 2020

Was gibt es Schöneres ale ein gewinnendes Lächeln mit strahlend weissen Zähnen? Unsere Sommeraktion „Bleaching“ macht es möglich: Die professionelle ZOOM-Zahnaufhellung in unserer Praxis erhalten Sie im Rahmen unserer Bleaching-Aktion in diesm Sommer für nur Fr. 400.-.  Mit ZOOM werden Ihre Zähne deutlich heller, wobei die Aufhellung meistens mehrere Jahre anhält.
Weitere informationen über Bleaching erhalten Sie hier auf unserer Website

die richtige zahnpasta

Aus der (zahn)medizinischen Forschung

 

Auf die richtige Zahnpasta achten!

Prof. Stefan Zimmer: „Anwendung alter Hausmittel ist kein adäquater Ersatz für leistungsfähige und nach wissenschaftlichen Standards entwickelte Zahnpasten“
In jüngster Zeit werden zunehmend im Netz und in sozialen Medien Empfehlungen abgegeben, wie man sich selbst zu Hause Zahnpasta herstellen kann, um Plastikmüll zu vermeiden. „Das Ziel der Plastikreduktion halten wir von der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) für ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen und unterstützen es. Wir fordern daher die Hersteller von Zahnpasten auf, auf alternative Verpackungen z.B. aus nachwachsenden Rohstoffen oder zumindest recyclebaren Grundstoffen umzustellen“, sagt Prof. Dr. Stefan Zimmer von der Universität Witten/Herdecke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin DGPZM.

„Als wissenschaftliche Fachgesellschaft für Präventivzahnmedizin haben wir aber vor allem die Sicherstellung und Verbesserung der Zahngesundheit der Bevölkerung im Blick und möchten daher nachdrücklich auf die gesundheitliche Bedeutung von Zahnpasten hinweisen, deren Zusammensetzung wissenschaftlich begründet und deren Wirksamkeit in vielen internationalen Studien belegt ist“, so Zimmer. Die zweimal tägliche Anwendung fluoridhaltiger Zahnpasten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Kariesprophylaxe. Bei richtiger Auswahl der Zahnpasta kann sie 40 bis 50 Prozent der Karies verhindern, allein durch den Kontakt mit den Zähnen. Der Effekt durch die Entfernung der Zahnbeläge kommt noch hinzu. „Die Entwicklung derart leistungsfähiger Zahnpasten hat sich in einem jahrzehntelangen Prozess ständiger Optimierung vollzogen. Die Anwendung alter Hausmittel ist kein adäquater Ersatz dafür“, sagt Prof. Zimmer.

Fluorid: Fluorid ist der wichtigste kariespräventive Inhaltsstoff von Zahnpasten. Der Mechanismus des Kariesschutzes beruht auf dem direkten Kontakt des Fluorids mit den Zähnen, wobei es den Verlust von Mineralien aus der Zahnhartsubstanz verhindert. Diese „Entmineralisierung“ ereignet sich bei fast jeder Nahrungsaufnahme, weil Bakterien auf der Zahnoberfläche Zucker zu Säuren abbauen, die wiederum Mineralien aus der Zahnoberfläche herauslösen können. Fluorid fördert die Wiedereinlagerung bereits verloren gegangener Mineralien. Eine Zahnpasta sollte daher auf jeden Fall Fluorid enthalten. „Rezepturen zum Selbstanmischen, wie sie gegenwärtig in den Publikumsmedien angegeben werden, enthalten unserer Kenntnis nach kein Fluorid und können nicht wirksam vor Karies schützen“, betont Prof. Zimmer.

Schaumbildner: Schaumbildner verbessern die Reinigungswirkung einer Zahnpasta und sorgen für ein Frischegefühl, das dazu motiviert, die Zähne länger und damit besser zu putzen. Wissenschaftlich belegt ist, dass Schaumbildner in einer Zahnpasta die Gesundheit des Zahnfleisches fördern. Eine Konzentration von 2 Prozent sollte dabei allerdings nicht überschritten werden. Gängige Produkte des deutschen Marktes überschreiten diese Grenze nicht.

Abrasivstoffe: Abrasivstoffe sind wichtig für die Reinigung der Zähne, gleichzeitig dürfen sie diese aber nicht zu sehr abnutzen. Hier spielen die Art und Menge der Abrasivstoffe, aber auch die Teilchengröße eine entscheidende Rolle. Zu viel und nicht auf die Gesamtmischung angepasster Abrasivstoff in einer Zahnpasta kann zum vermehrten Abschleifen von Zahnsubstanz führen. Unter den Bedingungen des häuslichen Selbstanmischens kann es schnell passieren, dass falsche und zu viel Abrasivstoffe in die Zahnpasta gelangen. Schlämmkreide – Kalziumkarbonat – wird beispielsweise auch in herkömmlichen Zahnpasten als Abrasivstoff eingesetzt, dabei wird aber beim Herstellungsprozess auf eine einheitliche Korngröße und eine gleichbleibende Konzentration in der Zahnpasta geachtet, um Zahnschäden bei den Nutzern zu vermeiden. Prof. Zimmer: „Die Einhaltung solcher Qualitätsanforderungen dürfte beim Herstellen unter häuslichen Bedingungen kaum zu gewährleisten sein.“

Weitere Inhaltsstoffe zeitgemäßer Zahnpasten beugen bakteriellem Zahnbelag, Zahnfleischbluten, empfindlichen Zahnhälsen, Zahnstein und Mundgeruch vor. „Auf alle diese wichtigen Wirkungen sollten Sie nicht verzichten. Die kursierenden Rezepte zum Selbermachen von Zahnpasta sind alte Hausrezepte, deren Wirksamkeit nicht belegt ist und von denen nach dem anerkannten Stand des Wissens auch keine Wirksamkeit zu erwarten ist“, so Zimmer weiter.

Mikroplastik: Zahnpasten werden häufig auch im Zusammenhang mit Mikroplastik als Beispiel genannt. Tatsächlich gab es bis vor ca. zehn Jahren vereinzelte Produkte, die Kunststoffpartikel als Abrasivstoffe enthielten. Heute gibt es in Deutschland keine Zahnpasta, die Mikroplastik enthält.

Zu einer optimierten Mundhygiene gehört neben einer guten Zahnpasta auch die richtige Zahnbürste. Auch hier sind Naturprodukte wie Miswak (Ästchen des Zahnbürstenbaumes) oder Naturborsten laut Prof. Zimmer keine gute Alternative. Mit ihnen lassen sich die Zähne nicht adäquat reinigen und außerdem sind sie hygienisch bedenklich, da sie Schlupfwinkel für Bakterien, Viren und Pilze bieten. „Auch hier sind allerdings umweltschonende Alternativen in Sicht. Erste Produkte, die auf Biokunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen basieren, sind bereits erhältlich.“
Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Zimmer, stefan.zimmer@uni-wh.de oder 02302 / 926-660

© 2019 www.medaustria.at
Quelle: Universität Witten/Herdecke (UW/H)

Weiterlesen: Die richtige Zahnpasta

feste dritte zähne an einem tag fallbeispiel

Der interessante Fall:

Feste dritte Zähne in einem Tag mit Zygoma-Implantaten

Diese 66-jährige Patientin wandte wegen einer ästhetischen und funktionellen Totalsanierung an uns. Sie litt an fortgeschrittener Parodontitis, die schon zum Verlust  diverser Zähne geführt hatte, andere Zähne waren gelockert. Die Extraktion aller verbliebenen Zähne war unausweichlich.  Mehrere konsultierte Zahnärzte hatten ihr eine  etwa 12-monatige Behandlungsprozedur mit vorgängigem Knochenaufbau und späterer implantation vorgeschlagen, wobei sie während dieser Zeit eine provisorische Vollprothese hätte tragen müssen.
Aus diesem Grund und wegen der geplanten mehrfachen Eingriffe konnte sich die Patientin nicht für die vorgeschlagene Behandlung entscheiden.
Nach gründlicher Untersuchung einschliesslich 3D-Tomographie konnten wir der Patientin einen alternativen Vorschlag machen, der sie überzeugte: In einem Eingriff unter Vollnarkose wurden alle Zähne in beiden Kiefern entfernt und gleichzeitig vier besonders stabile Implantate im Ober- und Unterkiefer gesetzt. Wegen des massiv reduzierten Knochenvolumens im hinteren Oberkiefer konnten wir als Alternative zum Knochenaufbau zwei im Jochbein verankerte Zygoma-Implantate einsetzen. Diese All-On-Four-Methode erlaubt eine Sofortbelastung der Implantate ohne lange Warte- und Einheilzeiten.

Etwa vier Stunden nach der Operation konnte unsere Patientin mit festem, auf den Implantaten verschraubten Zahnersatz mit einer Begleitperson unsere Praxis verlassen und nach Hause fahren. Die festen provisorischen Zähne erlauben von Anfang an eine normale Belastung, zum Beispiel beim Essen. Nach etwa vier Monaten konnten wir dann den definitiven Zahnersatz anfertigen.

Weitere ausführliche Informationen über die Sofortversorgung mit der All-On-Four-Methode erhalten Sie hier