Eine Studie des Prince of Wales Hospital in Sydney kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder vom Bettnässen befreit werden, wenn ihnen zu große Rachen- oder Gaumenmandeln entfernt werden. Durch Tragen eines klammerartigen Expanders zum Dehnen eines zu engen Gaumens tritt derselbe Effekt auf. D. Mahoney et al. berichten von einer Studie an 300 Kindern, denen Mandeln entfernt wurden. Ein Drittel von ihnen war vor der Operation Bettnässer. 63 Prozent dieser Kinder wurden innerhalb von 3 Monaten trocken. Eine schwedische Studie erkannte, dass 7 von 10 Kindern nicht mehr Bettnässen, wenn ihr Gaumen mit einem Expander gedehnt wurde. Beide Verfahren dienen eigentlich der Behebung von Atemproblemen. Für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Atemnot und Bettnässen gibt es keine Belege. Mahoney will dies aber weiter untersuchen. Eine Theorie geht davon aus, dass durch Atemprobleme der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Dies hätte Einfluss auf bestimmte Hormone, die die Urinproduktion steuern.