Ästhetische Zahnmedizin

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Ein schönes Lächeln ist kein Zufall

Antike Zahnbrücke
Etruskische Zahnbrücke,7. Jhd. v.C., Mittelitalien

Untersuchungen haben ergeben, dass beim ersten Kontakt mit einem fremden Menschen der Blick zuerst die Augen und die Mundpartie des Gegenübers abtastet, wobei der erste Eindruck massgeblich über Sympathie oder Antipathie entscheidet.

Der Mund dient nicht nur der Nahrungsaufnahme und Atmung, sondern ist auch das Organ der Kommunikation und zieht somit automatisch den Blick anderer Menschen auf sich. So kann es nicht verwundern, dass schon in der Antike schöne Zähne als „Visitenkarte“ für einen attraktiven und gepflegten Körper galten. Funde aus jenen Zeiten zeigen uns, mit welchem Aufwand und handwerklichen Geschick man schon damals versucht hat, die Ästhetik des Mundes zu verbessern.

Strahlend weisse, ebenmässige Zähne wirken anziehend und gelten als Ausdruck von Vitalität und Gesundheit. Nicht zuletzt wirkt sich ein attraktives Lächeln auch förderlich auf das Selbstbewusstsein aus. Wer schöne Zähne hat, lächelt lieber und häufiger als jemand, der seine unansehnlichen Zähne eher verbergen möchte. Umgekehrt können unästhetische, schiefstehende oder verfärbte Zähne zu Hemmungen und Kontaktschwierigkeiten führen.

Heute erwartet der Patient von seinem Zahnarzt nicht nur funktionell einwandfreie Behandlungsergebnisse, sondern verlangt auch immer häufiger eine Verbesserung seines Aussehens.

 

Die moderne ästhetische Zahnmedizin kann dem Wunsch nach kosmetischer Verbesserung entsprechen und tut dies auf schonende, aber dauerhafte Weise durch Veränderung von Zahnfarbe, Zahnform und Zahnstellung, sowie durch Eingriffe im Bereich des Zahnfleisches. Dabei ist für ein optimales Ergebnis eine sorgfältige Planung ebenso wichtig wie eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Spezialisten: Dem Zahnarzt sollte im Bedarfsfall auch ein Kieferorthopäde, ein implantologe oder Parodontologe zur Seite stehen. Ein erstklassiger Zahntechniker ist ebenfalls eine Voraussetzung für ein perfektes Ergebnis.

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Ein Fall aus unserer Praxis: 52-jährige Patientin vor und nach ästhetischer Totalsanierung mit Keramikkronen und Veneers

Strahlend schöne Zähne mit Keramik-Veneers: Verfolgen Sie die Behandlung im Video

 

Unsere Praxis hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als überregionales Zentrum für ästhetische Rehabilitation erworben. Anhand von Fallbeispielen und Bildmaterial aus unserer täglichen Arbeit möchten wir Ihnen nun die wichtigsten Methoden der modernen ästhetischen Zahnmedizin vorstellen.

Um Ihnen einen sachlichen Überblick zu geben, erhalten Sie hier umfangreiche und bebilderte Informationen, die Sie entweder als kompletten Text Aesthetik.pdf (PDF-Datei, ca. 2MB) oder aber abschnittsweise lesen oder ausdrucken können.

Mundpartie einer Patientin vor aesthetischer Zahnbehandlung

Wenn Sie Informationen über Zahnaufhellung suchen, finden sie diese im separaten Kapitel Bleaching

Wenn Sie nur einzelne Schwerpunktthemen interessieren, oder abschnittsweise lesen wollen, können Sie unter den folgenden Punkten wählen:

Veneers (Keramikverblendschalen)

Veneer-Zeichnung Schnittbild
Keramik-Veneer im Schnittbild
Lichtdurchlässigkeit von Keramik-Veneers
Die Lichtdurchlässigkeit der Keramikschalen garantiert natürliche Ästhetik

Veneers sind hauchdünne (ca. 0,5 mm) lichtdurchlässige Verblendschalen (Facetten) aus Keramik (Porzellan), die nach einem Abdruck im Labor hergestellt und mit einem speziellen Adhäsiv-Verfahren unlösbar auf die Vorderseite der Frontzähne aufgeklebt werden. Dabei wird der Zahn im gesamten sichtbaren Bereich von der Keramik-Facette abgedeckt.

Durch die chemische Verbindung zwischen Porzellan (Keramik) und Zahnschmelz entsteht eine lichtdurchlässige, zahnfarbene Einheit mit unvergleichlich natürlicher Ästhetik. Selbst ein Zahnarzt hat manchmal Mühe, mit Keramik-Veneers versorgte Zähne von unbehandelten zu unterscheiden.

Welche Vorteile bieten Veneers?

Veneer vor dem Einsetzen
Keramik-Veneer vor der Zementierung

Im Vergleich zur normalen Krone ist die Veneer-Behandlung viel zahnschonender, da erheblich weniger Zahnsubstanz abgeschliffen werden muss. Ausserdem sind Porzellan-Veeners durch die Verklebung mit dem Zahnschmelz sehr belastbar und langlebig.

Ihr Hauptvorteil liegt aber in der hervorragenden Ästhetik, die einer Krone mit Metallkern weit überlegen ist. Im Gegensatz zur Krone ist der Übergang von der hauchdünnen Keramikschale zum Zahn praktisch unsichtbar und muss daher nicht unter das Zahnfleisch verlegt werden. Das von Kronen bekannte Problem von Zahnfleischentzündung, nachfolgendem Zahnfleischrückgang und dadurch freiliegenden Kronenrändern gibt es daher beim Veneer nicht. Bei sehr dunklen Zähnen empfiehlt sich vor der Behandlung mit Keramikveneers eine schonende Zahnaufhellung durch Bleichung der Zähne (Bleaching), um die Zahnfarbe vor der Behandlung zu optimieren.

Veneers sind das Mittel der Wahl, wenn Frontzähne in Form gebracht werden sollen. Beseitigung von leichten Fehlstellungen, Lücken, Korrekturen von Form und Farbe gelingen mit hervorragenden ästhetischen Resultaten. Bei grösseren Fehlstellungen ist es manchmal besser, zuerst eine kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange durchzuführen. Dies ist heute auch mit nach aussen unsichtbaren Zahnspangen möglich.

In jedem Fall ist vor Behandlungsbeginn eine sorgfältige Planung unerlässlich. Zuerst werden Abdrücke genommen und der Zahntechniker erstellt auf den Gipsmodellen mit zahnfarbenem Wachs eine Simulation des späteren Behandlungsergebnisses, das sogenannte Wax-Up. Dieses wird mit dem Patienten besprochen, der in dieser Phase seine eigenen Vorstellungen und Ideen einbringt.

Für die eigentliche Behandlung sind zwei Sitzungen erforderlich: Zuerst werden die zu behandelnden Zähne auf der Vorderseite leicht beschliffen, wobei nur ca. 0,5 mm Zahnschmelz abgetragen wird. Diese Präparation ist in örtlicher Betäubung absolut schmerzlos. Nach Abdrucknahme werden dann provisorische Kunststoff-Veneers eingesetzt, die in Form und Zahnstellung den definitiven Veneers entsprechen. Der Patient kann anhand der Provisorien nochmals das geplante Behandlungsergebnis überprüfen und ggf. Korrekturen anfordern. Etwa eine Woche nach der Präparation der Zähne werden dann die fertigen Porzellan-Veneers auf den Zähnen verklebt (zementiert).

Fallbeispiel

Wegen einer Missbildung des Zahnschmelzes (Schmelzdysplasie) hatte diese 23-jährige Patientin seit ihrer Kindheit einen extrem verfärbten Zahnschmelz, der zudem sehr weich war, was zu einer zunehmenden Abnutzung (Abrasion) der Zähne geführt hatte. Die Patientin wünschte eine komplette ästhetische und funktionelle Rehabilitation. Mit Vollkeramik-Veneers im Frontbereich und Vollkeramikkronen auf den Seitenzähnen konnten wir diese Ziele erreichen: Wiederherstellung der natürlichen Zahnästhetik, Hebung des abgesunkenen Bisses, Schutz der Zähne vor erneuter Abrasion. Gleichzeitig war es möglich, kleinere Unregelmässigkeiten in Form und Stellung der Zähne auszugleichen.

Weitere Fallbeispiele aus unserer Praxis mit Veneer-Behandlungen:

Fallbeispiel für Veneerbehandlung
53-jährige Patientin:Unansehnliche, teilweise abgesplitterte und verfärbte Frontzähne (links) und Zustand nach Versorgung mit Keramikverblendschalen (rechts)
Fallbeispiel für Veneerbehandlung
47-jähriger Patient: Harmonisches Resultat einer Veneer-Behandlung von schadhaften Frontzähnen mit gleichzeitiger Korrektur der Fehlstellung
Fallbeispiel für Veneerbehandlung
72-jähriger Patient: Veneers zur Wiederherstellung von abgenutzten, verfärbten Frontzähnen mit gleichzeitigem Schliessen der Zahnlücken
Fallbeispiel für Veneerbehandlung
27-jährige Patientin vor und nach der Behandlung. In diesem Fall kamen ausser Veeners auch Implantate zur Anwendung, eine genaue Fallbeschreibung lesen Sie hier
Fallbeispiel für Veneerbehandlung
34-jährige Patientin vor und nach Veneering im Ober- und Unterkiefer

Ein Wort zur Pflege

Einmal eingeklebt, sind die Porzellan-Veneers extrem beständig, verfärben nicht und bedürfen keiner Pflege, die über die normale, regelmässige und sorgfältige Mundhygiene hinausgeht.

Prinzipiell eignen sich Veneers nur für Frontzähne im sichtbaren Bereich, also Schneide- und Eckzähne sowie eventuell Prämolaren. Der Zahn sollte stabil genug und nicht durch grossflächige Füllungen oder Defekte geschwächt sein. Bei Zähnen mit grossen Defekten ist eine Vollkrone eindeutig die bessere Wahl.

Ein Lumineer ist ein besonders (ca. 0.3 mm) dünnes Keramikveneer, das ganz ohne Abschleifen (Präparation) des Zahnes auf diesen aufgeklebt wird. Daher werden Lumineers auch als „Non-Prep-Veneers“ bezeichnet. In der Werbung wird häufig als Vorteil dargestellt, dass die Zähne für Lumineers nicht beschliffen werden müssen.

In unserer Praxis setzen wir ausschliesslich auf im eigenen Meisterlabor individuell hergestellte Keramik-Veneers , weil Lumineers unserer Meinung nach einige Nachteile aufweisen:

  1. Die Möglichkeiten einer ästhetischen Korrektur von Zahnfehlstellungen (z.B. vorstehende Zähne) ist ohne leichtes Beschleifen der Zahnvorderseite stark begrenzt.
  2. Bei stark verfärbten, dunklen Zähen ist es aufgrund der dünnen Keramikschicht nicht immer möglich, ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Entweder schimmert die Verfärbung durch, oder die Keramik ist sehr opak und wirkt dadurch unnatürlich
  3. Das Aufkleben der Lumineers ganz ohne Präparation bewirkt eine Verdickung und oft auch eine Verlängerung der Zähne, was ästhetisch unerwünschte Folgen haben kann.
  4. Bei Lumineers werden üblicherweise 6-8 Zähne gleichzeitig überzogen, um ein gleichmässiges Aussehen der Zähne zu erzielen. Laborgefertigte, individuell angepasste Veneers können dagegen auch bei Einzelzähnen gute Ergebnisse zeigen .
  5. Die zentrale Herstellung der Lumineers in den USA erschwert eine individuelle Anpassung und bedeutet längere Lieferzeiten.

Was versteht man unter CEREC-Veneers?

Cerec-Veneers werden nicht im Labor gefertigt, sondern in der Praxis mit einem CAD/CAM-Computer hergestellt. Der beschliffene Zahn wird mit einem Laserstrahl abgetastet (gescannt) und das Veneer anschliessend aus einem Keramikblock gefräst. Vorteil: Die Versorgung ist in einer – allerdings ziemlich langen – Sitzung möglich. Nachteil: Trotz aller Fortschritte der Computertechnologie erreichen die Cerec- Veneers in puncto Passgenauigkeit und individuelle Farb- und Formanpassung noch immer nicht die Perfektion guter laborgefertigter Veeners. Aus diesem Grund lassen wir unsere Veneers individuell vom unserem qualifizierten Zahntechnikermeister herstellen.

  • Optimale Ästhetik
  • Form- und Stellungskorrektur der behandelten Zähne möglich
  • Zahn- und zahnfleischschonend
  • Langlebig
  • Relativ teuer
  • Zwei Sitzungen erforderlich
  • Weniger gut geeignet für bereits stark gefüllte Zähne

Aufwand und Kosten für ein Keramikveneer entsprechen etwa dem einer Vollkeramik-Krone. Sie müssen also für einen Zahn mit etwa SFR 1’500.- bis 2’000.- rechnen.

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Zahnfarbene Füllungen aus Komposit-Kunststoff

Behandlung mit Komposit-Füllungen
Verfärbte, kariöse Frontzähne eines 22-jährigen Patienten vor und nach der Behandlung mit Komposit-Füllungen.

Da unsere Praxis schon seit langem „amalgamfreie Zone“ ist , mussten wir schon vor Jahren die Frage nach möglichen Alternativen zum Amalgam beantworten. Moderne zahnfarbene Füllungskunststoffe (auch Komposit genannt, da sie aus einer Kunststoff-Basis und anorganischen Füllstoffen zusammengesetzt sind) haben heute ein hohes Qualitätsniveau erreicht. Vor allem im Frontzahnbereich (Schneide- und Eckzähne), aber auch für kleinere Defekte von Seitenzähnen, ist die Kunststoff-Füllung heute die Therapie der Wahl.

Die Alternative zu Amalgam: Komposit-Füllungen aus Kunststoff
Alte, schadhafte Amalgamfüllungen werden mit zahnfarbenen Komposit-Füllungen ersetzt

Durch Anätzen des Zahnschmelzes und Aufbringen von Haftvermittlern kommt es zu einer starken adhäsiven (Klebe-) Verbindung zwischen Kunststoff-Füllung und Zahn. Dadurch werden auch erheblich geschwächte Zähne wieder stabilisiert. Da für praktisch jede Zahnfarbe ein entsprechend gefärbtes Komposit zur Verfügung steht, gelingt meistens eine perfekte ästhetische Anpassung der Füllung.

Moderne Komposit-Kunststoffe eignen sich auch hervorragend zur ästhetischen Verbreiterung von Zähnen. Das Material wird schichtweise auf die Schneidezähne oder Eckzähne aufgetragen, von Hand modelliert, mit der Polymerisationslampe ausgehärtet und schliesslich ausgearbeitet und poliert. Bei kleineren Korrekturen, vor allem zum Schliessen von Zahn-Lücken, kann diese Technik eine preiswerte Alternative zu Keramik-Veneers sein, die allerdings deutlich langlebiger und farbbeständiger sind.

Zahnverbreiterung mit Komposit.
Durch Klicken auf die Bilder gelangen Sie zu einerer größeren Bildansicht.

Zahnverbreiterung mit Komposit

Zahnverbreiterung mit Komposit

Dieser 60-jährige Patient störte sich an den Zahnlücken (Fachbegriff: Diastema) zwischen den unteren Schneidezähnen und wünschte einen Lückenschluss durch Verbreiterung der Zähne. Mit auf die Zahnfarbe abgestimmtem Komposit-Kunststoff konnte ohne grossen finanziellen Aufwand ein überzeugendes Behandlungsergebnis erzielt werden.

Zahnverbreiterung mit Komposit.
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Zahnverbreiterung mit Komposit

Zahnverbreiterung mit Komposit

Ästhetisch einwandfreier Schluss einer Zahnlücke zwischen den mittleren Schneidezähnen (mediales Diastema) mit Komposit-Kunststoff bei einem 23-jährigen Patienten. Gerade bei jungen Patienten und kariesfreien Zähnen, die ausser dem Lückenschluss keiner weiteren Veränderung bedürfen, ist diese Option ideal, da die Zähne nicht präpariert (abgeschliffen) werden müssen.

Mikroskopischer Blick auf den Spalt zwischen Zahn und Füllung
Die elektronenmikroskopische Vergrösserung zeigt den Randspalt zwischen Koposit und Zahn

Während Komposit-Kunststoff im Frontzahnbereich und bei kleineren, ringsum von Zahnsubstanz umgebenen Defekten ein hervorragender Werkstoff ist, kann seine Verwendung bei grossen Füllungen im Seitenzahnbereich, die bis tief in die Zahnzwischenräume reichen, problematisch sein. Gelegentlich kann es zu einer hartnäckigen Aufbissempfindlichkeit des Zahnes kommen, für die es bis heute keine schlüssige Erklärung gibt. Ein weiteres noch ungelöstes Problem ist die Schrumpfungdes Kunststoffes bei der Polymerisation, die bei tiefen Defekten zu mikroskopischen Randspalten führt. Dort kann es nach einigen Jahren zu bakterieller Infiltration und Karies kommen. Auch kann sich der Kunststoff nach einiger Zeit verfärben und beim Kauen abnutzen (Abrasion).

Die Tabelle zweigt den Anteil der noch einwandfreien grossen Kunststoff-Füllungen (grün) und Keramik-Inlays (rot) in Abhängigkeit vom Alter der Rekonstruktion

Die Lebensdauer solcher ausgedehnter Kunststoff-Füllungen ist daher auf ca. 3 – 6 Jahre begrenzt und von der Mundhygiene des Patienten abhängig. Als dauerhafte und hochwertige Alternative zum Komposit ist eine Versorgung mit Keramikinlays zu erwägen.

  • Relativ preiswert
  • Stabilisierung der Zahnsubstanz
  • Gute Ästhetik
  • Versorgung in einer Sitzung möglich
  • Bei grossen Füllungen nicht langzeitbeständig
  • Gelegentlich hartnäckiger Aufbiss-Schmerz
  • Verfärbung und Abrasion möglich
  • Problematisch bei unter das Zahnfleisch reichenden Defekten

Je nach Grösse der Füllung liegen die Kosten im Bereich zwischen SFR 150.- und 350.-

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Keramik-Inlays

Immer mehr Patienten wünschen den Austausch ihrer alten Amalgamfüllungen mit einem biologisch unbedenklichen und langlebigen Material. Keramikinlays markieren in funktioneller und ästhetischer Hinsicht die Spitze der zur Verfügung stehenden Alternativen.

Keramik-Inlays

Inlays sind laborgefertigte oder computergefräste Einlagefüllungen, die im Seitenzahnbereich (Prämolaren und Molaren) zum Einsatz kommen. Nach Entfernung der alten, schadhaften Füllung oder der Karies wird ein Abdruck der Kavität (d.h. des ausgebohrten Defektes) genommen. Im Labor wird dann aus Gold oder Keramik ein Einsatz gefertigt, der die Kavität mit höchster Präzision ausfüllt und die ursprüngliche Zahnform wiederherstellt. Diese Einlagefüllung wird dann in der zweiten Sitzung in den Defekt eingeklebt (zementiert). Bei umfangreicheren Inlays, die auch die Zahnhöcker umfassen, spricht man von einem Onlay.

Goldinlays sind seit vielen Jahrzehnten erprobt und sehr dauerhaft, kommen aber aus ästhetischen Gründen heute seltener zur Anwendung.

Keramikinlays sind metallfrei und daher lichtdurchlässig. Mit einem speziellen Adhäsiv-Verfahren werden Sie spaltfrei in den Zahn geklebt. Es entsteht ein chemischer Verbund zwischen Zahn und Keramik, der auch geschwächten Zähnen wieder die ursprüngliche Festigkeit verleiht. Der ästhetische Effekt ist wegen der hohen Transparenz ausgezeichet.

Keramik ist extrem biokompatibel, Allergien, wie z.B. auf bestimmte Metalle, sind nicht bekannt.

Keramikinlays sind langlebig. Das untenstehende Diagramm verdeutlicht die unterschiedliche Lebensdauer von Kunststoff-Füllungen (Komposit) und Keramik-Inlays.

Die Tabelle zeigt den Anteil der noch einwandfreien grossen Kunststoff-Füllungen (grün) und Keramik-Inlays (rot) in Abhängigkeit vom Alter der Rekonstruktion

 

Prinzipiell können alle Seitenzähne (Molaren und Prämolaren) mit Porzellaninlays versorgt werden, während man bei Frontzähnen (Schneide- und Eckzähne) Kunststoff-Füllungen oder Keramik-Veneers einsetzt. Nur in den Fällen, wo der Defekt (Karies oder alte Füllung) tief unter das Zahnfleisch reicht oder die verbleibende Zahnsubstanz extrem schwach und brüchig ist (z.B. bei wurzelbehandelten Zähnen), ist eine Krone die dauerhaftere Alternative.

Statt der Abdrucknahme wird hier die Kavität mit einem Laser-Scanner vermessen und die Daten werden in eine computergesteuerte 3D-Fräsmaschine eingespeist. Diese fräst aus einem Keramikblock das Inlay, welches in der gleichen Sitzung eingesetzt werden kann.

In unserer Praxis bevorzugen wir die nach Abdruck im Labor hergestellten Inlays, da diese in den wichtigen Punkten Form (Randschluss), Funktion (Verzahnung mit Gegenbiss) und Farbe den Computerinlays immer noch überlegen sind.

Für die Cerec-Inlays spricht lediglich die Ersparnis der Laborkosten sowie die Möglichkeit, den Zahn in nur einer (allerdings sehr langen) Sitzung definitiv zu versorgen.

Ein Behandlungsfall aus unserer Praxis

inlay-fallbeispiel
Schritt für Schritt – Behandlung mit Keramik-Inlays
Bild 1
Drei schadhafte Amalgamfüllungen (1 Prämolar und 2 Molaren)
Bild 2
Durch Anlegen von Spanngummi (Kofferdam) über die Zähne werden diese komplett von der Mundhöhle isoliert. Nach schmerzloser Betäubung mit dem Peripress-Verfahren wird das Amalgam unter Wasserkühlung entfernt und komplett abgesaugt. Eine Belastung des Patienten mit Schwermetallabrieb und Quecksilber ist bei diesem Verfahren ausgeschlossen.
Bild 3
Da der Defekt beim Prämolaren nicht so tief ist, wird er mit einer zahnfarbenen Komposit-Füllung versorgt. Die beiden Molaren sind schon für die Aufnahme von Keramikinlays präpariert.
Bild 4
Die Abdrucknahme erfolgt hier mit einem kleinen, einseitigen Abdrucklöffel, ohne Abdeckung des Gaumens. Ober- und Unterkieferzähne werden gleichzeitig präzise abgeformt und die zusätzliche Bissnahme entfällt. Würge- oder Brechreiz tritt dabei im Gegensatz zu normalen Abdrucklöffeln nicht auf.
Bild 5
Die fertigen Keramikinlays vor dem Einsetzen.
Bild 6
Nach dem adhäsiven Einsetzen der Keramikinlays. Ästhetik, Funktion und Stabilität der behandelten Zähne sind dauerhaft wiederhergestellt.
  • gute Langzeithaltbarkeit
  • Stabilisierung von geschwächten Zahnes
  • optimale Bioverträglichkeit
  • relativ hoher Preis
  • zeitaufwendig, zwei Sitzungen erforderlich
  • problematisch bei unter das Zahnfleisch reichenden Defekten

Für ein Keramik-Inlay müssen Sie mit Kosten in Höhe von SFR 1500,- bis 1600,- rechnen.

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Kronen und Brücken aus Keramik: Schutz und Schönheit

Schutz und Schönheit mit Kronen aus Keramik

Eigentlich versteht man unter Zahnkrone den sichtbaren, in die Mundhöhle ragenden Anteil eines natürlichen Zahnes. Häufig meint man aber, wenn man von „Krone“ spricht, die Überkronung eines Zahnes: Dabei wird der Zahn vom Zahnarzt beschliffen (präpariert), ein Abdruck des Zahnstumpfes wird genommen. Im zahntechnischen Labor wird dann ein genau auf den Zahnstumpf passender zahnförmiger Überzug hergestellt, der den beschliffenen natürlichen Zahn komplett umfasst und einschliesst. Dieser Überzug stellt die ursprüngliche Zahnform wieder her und kann in Form und Farbe genau an die Nachbarzähne angepasst werden. Der Zahnarzt überprüft Passgenauigkeit und Ästhetik der Krone und zementiert sie schliesslich auf dem Zahnstumpf.

So läuft eine Behandlung mit Kronen ab - Schemazeichnung
Beschliffener Zahnstumpf und aufgesetzte Krone auf einem Schneidezahn

Eine Krone ist immer dann angezeigt, wenn ein Zahn erheblich geschwächt ist und eine Rekonstruktion mittels Füllung, Inlay oder Veneer nicht mehr in Frage kommt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn

  • der Defekt (z.B. Karies oder alte Füllung) bis unter das Zahnfleisch reicht
  • der Zahn pulpatot (wurzelbehandelt) ist, das gilt vor allem bei den stark belasteten Seitenzähnen (Prämolaren und Molaren)
  • der Zahn tief abgebrochen (frakturiert) ist
  • Karies oder alte Füllungen flächenhaft um den Zahn ausgedehnt sind.

Eine Krone kann aber auch aus ästhetischen Gründen notwendig sein, wenn ein oder mehrere Zähne stark verfärbt, abgesplittert oder abgenutzt sind und eine konservierende Behandlung mit Füllungen langfristig nicht mehr sinnvoll erscheint. Mit den heute zur Verfügung stehenden Vollkeramik-Technologien können hervorragende und dauerhafte ästhetische Resultate erzielt werden. Bei kleineren, auf die Aussenfläche des Zahnes begrenzten Defekten bevorzugen wir allerdings die Versorgung mit Keramikverblendschalen (Veneers), die eine wesentlich zahnschonendere Präparation ermöglicht, da nur die Vorderseite des Zahnes beschliffen wird.

Fallbeispiel


Totale ästhetische und funktionelle Rehabilitation mit Vollkeramik-Kronen: Diese 52-jährige Patientin wünschte eine Totalsanierung, da sie mit dem ästhetischen Erscheinungsbild ihrer Zähne nicht mehr zufrieden war. Zahleiche alte Füllungen, Kronen und Inlays mussten entfernt werden. Die Patientin empfand ihre teils abgesplitterten und verfärbten Schneidezähne als kosmetisch äusserst unbefriedigend. Nach gründlicher Untersuchung und Planung entschlossen wir uns, alle Zähne mit Vollkeramikkronen zu restaurieren, einzig die Unterkiefer-Schneidezähne erhielten eine Versorgung mit Keramik-Veneers, da noch genügend gesunde Zahnsubstanz vorhanden war. Die gesamte Arbeit wurde entsprechend dem Wunsch der Patientin in einer sehr hellen Zahnfarbe ausgeführt (Oben vor, unten nach der Behandlung). Weitere Bildbeispiele finden Sie weiter unten.

  • Vollgusskronen aus Metall: Diese vollständig aus Gold oder Legierungen hergestellte Krone wird heute aus ästhetischen Gründen (sichtbares Metall) kaum noch verwendet.
  • Metallkeramik-Krone, auch VMK-Krone (Verblend-Metall-Keramikkrone) genannt
  • Vollkeramik-Kronen ohne Metallkern
Verschiedene Arten von Kronen
Oben links: Vollgusskrone aus Goldlegierung Oben rechts: Metall-Keramikkronen (VMK-Kronen) Unten: Vollkeramikkrone und -brücke

Die „klassische“ Metallkeramik-Krone (VMK = Verblend-Metall-Keramikkrone) besteht aus einer dem Zahn präzise aufgepassten Metallkappe, die aussen vollständig mit zahnfarbener Keramik (= Porzellan) verkleidet ist. Durch das Aufbrennen der Keramik im Ofen entsteht ein extrem starker chemischer Verbund zwischen Metall und Porzellan. Die VMK-Technik ist seit vielen Jahrzehnten bestens bewährt und auch heute noch bestehen die meisten der weltweit eingesetzten Kronen und Brücken aus Metallkeramik. Ein prinzipieller Nachteil ist die Lichtundurchlässigkeit des Metallgerüstes, die es schwieriger macht, die Transparenz eines natürlichen Zahnes zu imitieren. Trotzdem kann ein guter Zahntechniker mit der VMK-Technik sehr ansprechende ästhetische Resultate erzielen. Wichtig ist, dass die verwendeten Metall-Legierungen absolut biokompatibel und mundbeständig sind. Das ist bei im Ausland hergestelltem Zahnersatz manchmal nicht der Fall oder nicht überprüfbar. Für uns ein guter Grund, nur in Schweizer Qualitätslabors hergestellten Zahnersatz einzusetzen.

Bis vor wenigen Jahren wurden Vollkeramik-Kronen hauptsächlich für Frontzähne (Schneidezähne und Eckzähne) eingesetzt, da das Bruchrisiko der Keramik im stark belasteten Seitenzahnbereich (Molaren) sehr hoch war. Man nannte diese Kronen damals Jacketkronen. Für eine solche Jacketkrone musste man den Zahn seinerzeit sehr stark abschleifen, um eine genügende Schichtdicke der Keramik zu erzielen. Heute ist es möglich, völlig metallfreie Keramikkronen und -brücken herzustellen, die den Belastungen des Kaudrucks in jeder Weise gewachsen sind. Es ist auch nicht mehr nötig, für Keramikkronen den Zahn stärker als sonst abzuschleifen. Das Schlüsselwort für diesen Fortschritt heisst Zirkon: Keramikgerüste aus Zirkondioxid (ZrO2), auch Zirkonium genannt, weisen extreme mechanische Festigkeitswerte auf und können mit den härtesten Metallen mithalten. Das weisse Zirkongerüst wird mit computergesteuerten CAD/CAM-Fräsgeräten aus einem Zirkonblock herausgefräst und anschliessend mit zahnfarbenem Porzellan individuell verblendet.

Vollkeramikkronen aus Zirkon

Links: Brückengerüst aus Zirkon. Rechts: Fertig verblendete Arbeit mit Farbmuster

48-jähriger Patent: Schneidezähne vor und nach der Behandlung mit Vollkeramikkronen, gleichzeitig ästhetische Harmonisierung des Zahnfleischverlaufs

Vollkeramikkronen zeichnen sich durch eine überragende Ästhetik aus, da das Licht nicht nur reflektiert wird, sondern auch wie beim natürlichen Zahn eine echte Transparenz (Durchscheinen) stattfindet. Dieser Effekt qualifiziert die Porzellankrone besonders für den Frontzahnbereich, wobei auch kleinere Form- und Stellungskorrekturen möglich sind.

Lichtdurchlässigkeit von Vollkeramikkronen im Vergleich mit VMK-Kronen
Transluzenz (Lichtdurchlässigkeit) einer Vollkeramikkrone (links) und einer VMK-Metallkeramik-Krone (rechts) im Vergleich beim Durchleuchten mit einer Lichtquelle

Ein weiterer Vorteil der metallfreien Konstruktion ist der zahnfarbene Kronenrand, der nicht unbedingt unter das Zahnfleisch verlegt werden muss. Dadurch kommt es nicht zu kronenrandbedingten Zahnfleischirritationen oder -rückgang.

Keramik (Porzellan) ist ein extrem bioverträglicher Werkstoff, der kein allergenes Potential hat, also keine Allergien auslöst. Dies kann für Allergiker ein echter Vorteil sein.

Fallbeispiele aus unserer Praxis

Biokompatible Sanierung
Ästhetische und biokompatible Amalgamsanierung mit metallfreien Keramikkronen

Dieser 39-jährige Patient wandte sich mit der Bitte um Totalsanierung an uns. Alle Zähne waren durch Karies, Abnutzung (Abrasion) sowie schadhafte Füllungen stark in Mitleidenschaft gezogen und es war zu einer Absenkung des Bisses (Tiefbiss) gekommen. Eine nachhaltige Sanierung konnte nur durch Überkronung sämtlicher Zähne erfolgen. Um die teilweise langen Behandlungssitzungen für den Patienten weniger belastend zu gestalten, führten wir sie mit zusätzlicher Lachgas-Sedierung durch, was der Patient als äusserst angenehm empfand. Nach der ästhetischen und funktionellen Rehabilitation mit 28 Vollkeramik-Kronen ist die ursprüngliche Bisshöhe wieder hergestellt (Bisshebung)

Stiftkrone Schemazeichnung

Ein Stiftzahn oder eine Stiftkrone ist eine Krone, die mit einem Wurzelstift im Wurzelkanal des Zahnes verankert wird. Dies kann nötig sein, um stark zerstörte und wurzelbehandelte Zähne wieder aufzubauen. Früher bestanden bei Stiftzähnen Wurzelstift, Aufbau und Krone aus einem Stück. Heute wird ein Stift aus Keramik, Kunststoff oder Metall im Wurzelkanal zementiert und mit einem Kunststoffaufbau versorgt. Anschliessend wird dann der Abdruck für die Krone genommen und diese auf dem Aufbau zementiert.

Klebebrücke Anbringung Schemazeichnung
Klebebrücke (Marylandbrücke) zum Ersatz eines fehlenden Zahnes

Eine Klebebrücke, auch Marylandbrücke oder Adhäsivbrücke genannt, wird mit kleinen Metallflügeln an der Rückseite der Zähne festgeklebt, ohne dass diese beschliffen werden müssen. Diese schonende Methode ist in manchen Fällen gut für kleine Frontzahnlücken oder provisorische Versorgungen geeignet.

Metallkeramik-Kronen, je nach Aufwand (Aufbau, Stiftaufbau etc.) SFR 1600,- bis 2300,-

Vollkeramik-Kronen, je nach Aufwand SFR 1800,- bis 2500 ,-

Dreigliedrige Brücke aus Metallkeramik ca. SFR 4500,-
Dreigliedrige Brücke aus Vollkeramik ca. SFR 5000,-

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Die rote Ästhetik: Schöneres Zahnfleisch für schöne Zähne

Ein schönes Lächeln entsteht aus einem harmonischen Miteinander von Zähnen und Zahnfleisch. Abweichungen von der Norm wie z.B. ein deutlich sichtbarer Zahnfleischrückgang (Rezession) oder zu viel sichtbares Zahnfleisch (Gummy Smile) können eine empfindliche Verschlechterung des kosmetischen Gesamtbildes bedeuten. Mit mikrochirurgischen Techniken gelingt es heute in vielen Fällen, Abhilfe zu schaffen.

Unter Zahnfleischrezession oder Gingiva-Rezession versteht man einen lokalisierten Zahnfleischschwund. Dieser Zahnfleischrückgang wird durch besonders dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt und oft auch durch falsches Zähneputzen mit zu harten Bürsten verursacht. Im Gegensatz zur Parodontitis ist der Zahnfleischschwund bei der Rezession nicht entzündungsbedingt. Die Behandlung der Rezession erfolgt durch mikrochirurgischen Zahnfleischaufbau mit und ohne Zahnfleischtransplantaten.

Rezession an einem Eckzahn
Zahnfleischrezession an einem unteren Eckzahn. Defektdeckung mit Zahnfleisch-Transplantat
Rezession an einem Eckzahn
Eine Rezession am Eckzahn vor und nach Zahnfleischaufbau
Zuviel Zahnfleisch, der sogenannte Gummy-Smile
„Gummy Smile“ vor und nach mikrochirurgischer Kronenverlängerung und Behandlung mit Keramik-Veneers

„Gummy Smile“ ist der englische Fachausdruck für „Zahnfleischlächeln“. Beim Gummy Smile zeigt der Patient beim Lächeln unverhältnismässig viel Zahnfleisch, was oft als ästhetisch störend empfunden wird. Mehrere Ursachen sind möglich: Oft bedeckt das Zahnfleisch einen zu grossen Anteil der Zahnkronen und lässt sie zu kurz erscheinen. Manchmal liegt auch eine zu kurze Oberlippe oder ein zu langes Mittelgesicht vor. In vielen Fällen kann die ästhetische Parodontalchirurgie Abhilfe schaffen. Mit dem Laser wird das überschüssige Gewebe schonend und schmerzfrei entfernt und eine harmonische Zahnform wiederhergestellt.

Bei fortgeschrittener Parodontitis mit Knochenschwund kommt es zu sichtbarem Rückgang des Zahnfleisches. Die dadurch verursachten ästhetischen Probleme können mitunter gravierend sein: Zwischen den Zähnen werden unschöne schwarze Dreiecke sichtbar, zudem stören die zu langen Zähne und die freiliegenden braunen Wurzelanteile. Dazu kommen gelegentlich phonetische Behinderungen (Störung der Aussprache) da die Luft ungehindert zwischen den Schneidezähnen hindurchtritt.

Falls bereits zu viel Knochen verloren gegangen ist, kann man mit einem chirurgischen Zahnfleischaufbau meist keine verlässlichen Resultate mehr erzielen. In vielen Fällen können die „schwarzen Löcher“ jedoch durch eine Versorgung mit entsprechend gestalteten Keramikkronen oder Veneers geschlossen werden.

49-jähriger Patient mit ausgeheilter Parodontitis. Die durch den Geweberückgang entstandenen schwarzen Löcher zwischen den Zähnen störten den Patienten sehr. Da ein chirurgischer Gewebeaufbau nicht mehr möglich war, konnte mit entsprechend geformten Vollkeramik-Kronen eine akzeptable Lösung geschaffen werden.

 

54-jährige Patientin mit ausgeheilter schwerer Parodontitis. Einige Zähne mussten mit Implantaten ersetzt werden. Die erheblichen Gewebsdefekte konnten wir teilweise mit Zahnfleischaufbauten (Transplantate) decken, eine prothetische Totalsanierung mit Vollkeramikkronen sorgt für ein ansprechendes Gesamtergebnis.

 

Bei grossen Zahnfleischdefekten, z.B. infolge einer fortgeschrittenen Parodontitis, ist eine  herausnehmbare Zahnfleischmaske oft die einzige Lösung. Nach Abdrucknahme wird im zahntechnischen Labor aus Kunststoff eine hauchdünne zahnfleischfarbene Maske angefertigt, die den Zähnen ganz präzise anliegt. Der Tragekomfort dieser Zahnfleisch-Maske, (auch „Epithese“ genannt), ist für den Patienten sehr gut. Auch werden Ästhetik und Phonetik (Aussprache) entscheidend verbessert. Zur Zahnreinigung kann die Maske einfach herausgenommen und anschliessend wieder eingesetzt werden.

Starker Zahnfleischschwund infolge fortgeschrittener Parodontitis. Durch entsprechende Behandlung konnte die Parodontose zwar gestoppt werden, ein Aufbau des verloren gegangenen Gewebes war allerdings nicht mehr möglich. Die Patientin litt unter der kosmetischen Beeinträchtigung und beklagte ausserdem eine gestörte Aussprache durch den Luftdurchtritt zwischen den Schneidezähnen. Mit einer herausnehmbaren Zahnfleischmaske konnten wir das Problem zur Zufriedenheit der Patientin lösen.

In besonders schweren Fällen von Knochen- und Zahnfleischschwund ist eine funktionelle und ästhetische Wiederherstellung nur mit implantatgetragenem Zahnersatz möglich