Zahnarztteam Luzern - Praxis Dr. Schulte

Aktuelles

Zahnimplantate unter Strom

Infektionen an Zahnimplantaten sind gefürchtet. Das Risiko ist gross, dass sich dadurch der Kieferknochen zurückbildet.

Forschende der ETH und der Universität Zürich haben nun eine Methode entwickelt, die den entzündungsverursachenden Bakterien effizient zu Leibe rücken könnte.
Die Titanschraube eines Zahnimplantats unter Strom setzen? Was eher nach einer Foltermethode tönt, ist völlig ungefährlich und medizinisch durchaus sinnvoll, denn die richtige Dosis Strom lässt Bakterien absterben. Allerdings ist alles eine Frage des Masses: Die wenigen Milliampere, die dafür ausreichen, werden vom Patienten kaum wahrgenommen oder äussern sich höchstens durch ein leichtes Muskelzucken. Das zeigen die Experimente, die Dirk Mohn im Rahmen seiner Doktorarbeit bei ETH-Professor Wendelin Stark vom Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften in Zusammenarbeit mit Thomas Imfeld, Professor am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich, durchgeführt hat.

Zehn Prozent der Implantate machen Probleme
In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der eingesetzten Zahnimplantate in Europa und den USA verdoppelt. «In den industrialisierten Ländern wurden im Jahr 2009 schätzungsweise fünf Millionen Zahnimplantate eingesetzt, davon etwa eine Million in Deutschland und 100'000 in der Schweiz», sagt Thomas Imfeld. Bei circa zehn Prozent der Implantate treten Probleme auf, meist im ersten Jahr nach dem Eingriff. Das Implantat verheilt erst gar nicht mit dem Knochen oder das Gewebe rund um ein Implantat kann sich infizieren. Eine Infektion kann schliesslich bis zum Knochenschwund führen und dazu, dass das Implantat wieder entfernt werden muss.

Die Behandlung solcher Entzündungen erfolgt heute mechanisch oder mit lokal angewendeten Antibiotika – dies bedeutet in vielen Fällen eine Belastung für die Patienten und Patientinnen. Ziel der Zürcher Forscher war es deshalb, ein nicht-invasives Verfahren zu entwickeln, um diese Entzündungen effizient und schonend zu behandeln. «Die Idee stammt aus der Wasserreinigung, wo durch die klassische Elektrolyse keimfreies Wasser produziert wird», sagt Dirk Mohn. Um die Situation im Kiefer zu simulieren, nutzen die Wissenschaftler ein mit physiologischer Kochsalzlösung hergestelltes Gelatinepräparat. In dieses platzierten sie original Titan-Implantate, die sie zuvor mit einem Bakterienfilm aus E.coli-Bakterien beschichteten.

Bakterien nach 15 Minuten beseitigt
Im Experiment dient für den Stromfluss je ein Implantat als Kathode (Minuspol) und eines als Anode (Pluspol). Die Implantate werden 15 Minuten lang einer Stromstärke zwischen 0 und 10 Milliampere ausgesetzt. Die durch das erzeugte Spannungsfeld verursachte Elektrolyse führte dazu, dass Wassermoleküle an der Kathode in Hydroxid-Ionen zerlegt werden und somit der pH-Wert steigt. Farbindikatoren in der Gelatine zeigen das alkalische Milieu durch einen Farbumschlag an. An der Anode hingegen sinkt der pH-Wert, es bildet sich ein saures Milieu. Aus der Kochsalzlösung entstehen stark oxidative – in dieser Konzentration aber ungefährliche – Substanzen wie Chlor. Diese Substanzen haben eine viel höher desinfizierende Wirkung als das rein alkalische Milieu an der Kathode. Die Versuchsreihen mit unterschiedlichen Stromstärken zeigen, dass bei den Implantaten, bei denen ein saures Milieu erzeugt wurde, nach einer fünfzehnminütigen Behandlung 99 Prozent der Bakterien abgetötet werden.

In Zukunft würde deshalb das Implantat von Patienten die Funktion der Anode übernehmen. Ein Clip an der Lippe könnte als Kathode verwendet werden, sagt Mohn. Momentan sind die Wissenschaftler dabei, ein entsprechendes Gerät zu entwickeln, das zum Beispiel bei Hunden eingesetzt und damit getestet werden könnte. Parallel dazu erweitern die Wissenschaftler ihre In-vitro-Versuche mit einer breiteren Bakterienpopulation, die der Bakterienvielfalt im Mund entspricht.

Kontakt:
ETH Zürich
Dirk Mohn
Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften
Telefon:+41 44 633 45 14
dirk.mohn@chem.ethz.ch

Quelle: Medaustria, 09.03.2011



Unsere Leistungen im Überblick

Implantat-Behandlungen
Zahnimplantate  machen es heute möglich, unsere Patienten auch in schwierigen Fällen mit natürlich aussehendem festsitzendem Zahnersatz zu versorgen, der funktionell den eigenen Zähnen ebenbürtig ist. Wenn der eigene Knochen für die Implantate nicht ausreicht, können wir ihn mit einem Knochenaufbau (z.B. Sinuslift) aufbauen.
Ein langjähriger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Totalsanierung mit Implantaten als Sofortversorgung mit festem Zahnersatz innerhalb eines Tages. Im Jahr 2014 erhielt unsere Praxis von Nobel Biocare die Auszeichnung "Kompetenz-Zentrum für Sofortversorgung mit festem Zahnersatz".
Zahnästhetik
Schöne Zähne und ein attraktives Lächeln sind Ihre beste Visitenkarte und werden von Ihrem Gegenüber als erstes bemerkt.  Daher wird  Zahnästhetik  in unserer Praxis gross geschrieben: Wir bieten das ganze Spektrum der modernen ästhetischen Zahnmedizin  von der schonenden Aufhellung Ihrer Zähne durch Bleaching über zahnfarbene (weisse) Füllungen und Inlays bis zur totalen ästhetischen Sanierung mit Keramik-Veneers oder Kronen aus Vollkeramik ohne Metall. Unser praxiseigenes Zahntechnik-Labor ermöglicht eine perfekte individuelle Anpassung Ihres Zahnersatzes.
Kieferorthopädische Zahnspangen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Schiefe, falsch stehende Zähne können das Aussehen erheblich beeinträchtigen und auch funktionelle Probleme wie starke Zahnabnutzung und Kiefergelenksschmerzen hervorrufen. Was viele nicht wissen:  Zahnkorrekturen mit Zahnspangen sind heute bei Erwachsenen ebenso gut möglich, wie bei Kindern und Jugendlichen. Neue, unsichtbare  Zahnspangen  wie Invisalign und die innovative Lingualtechnik erlauben eine diskrete Korrektur der Zahnstellung – völlig inkognito! Unsere Kieferorthopäden sind ausgewiesene Spezialisten in diesen Techniken und beraten Sie gerne!
Parodontitis
Ist eine häufige Erkrankung, die unbehandelt zum Verlust der befallenen Zähne führt. Ausserdem kann  Parodontose Allgemeinerkrankungen wie Herzinfarkt, Hirnschlag, und Diabetes oder Frühgeburten begünstigen. Wenn Parodontitis diagnostiziert wird, muss man sie deshalb baldmöglichst fachgerecht durch einen Spezialisten  behandeln lassen. Mit spezifischen und schonenden  Therapien wie Deep Scaling,  Laser-Behandlung,  Antibiotika  und Knochenregeneration können wir heute bei rechtzeitiger Behandlung  oft eine Heilung der Parodontitis erreichen.
Behandlung von Angstpatienten
Unsere Praxis ist seit vielen Jahren auf die Behandlung von Patienten mit Zahnarztangst (Dentophobie) spezialisiert. Unsere bewährte Methode zielt dabei auf einen nachhaltigen Abbau der Angst. Neben einfühlsamen und  schonenden Behandlungstechniken helfen uns dabei Lachgas und Beruhigungsmittel, in manchen Fällen kann auch eine Vollnarkose hilfreich sein.
Kinder-Zahnmedizin
So wie die Kinder selbstverständlich ihren Arzt, den Kinderarzt, haben, gibt es heute auch in der Zahnmedizin  einen Experten für die Zahngesundheit unserer kleinen Patienten: Den Kinderzahnarzt. Unsere erfahrene, zertifizierte Kinderzahnärztin bietet in unseren speziell dafür eingerichteten Räumen (eigenes Warte- und Behandlungszimmer für Kinder) - das ganze Spektrum der Kinderzahnmedizin an. Ängstliche Kinder können auch mit Lachgas, Beruhigungsmitteln oder in Vollnarkose behandelt werden.
Mundgeruch-Sprechstunde
Obwohl viele Menschen davon betroffen sind, ist Mundgeruch, auch Halitosis genannt, ein Tabu-Thema, über das niemand gerne redet. Mit unserer Halitosis-Sprechstunde schaffen wir Abhilfe. Mit empfindlichen elektronischen  Messgeräten können wir feststellen, ob wirklich Mundgeruch vorliegt und bei Bedarf eine gezielte Behandlung einleiten.